| 28.01.2020, 14:20 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Firma Grafe aus Blankenhain hat einen neuen Modifier für Konstruktions- und Exterieur-Bauteile entwickelt. Er soll eine Optimierung der Zykluszeit ermöglichen, bei gleichzeitiger Verbesserung von Oberfläche und Mechanik der Kunststoffbauteile. Dies gelte vor allem für faserverstärkte, dickwandige und große Bauteilen oder solche, bei denen die Polymerschmelze lange Wege zurücklegen muss. "Im Motorraum, bzw. allgemein unter der Haube, haben faserverstärkte Kunststoffe mittlerweile einen nicht unerheblichen Anteil im Automobil erobert", erklärt Produktmanager Danny Ludwig. "Durch die Gewichtsreduktion, gegenüber Metall, kann eine erhebliche Kostenreduktion, oft in Größenordnungen von 30 bis 40 Prozent, erzielt werden. Natürlich variieren diese Einsparpotenziale von Anwendung zu Anwendung. Innerhalb der Polyamid-Werkstoffe gibt es verschiedenste Eigenschaftsprofile und Füllstoffe, beispielsweise Glasfasern oder Mineralstoffe. Geläufig sind Glasfaseranteile zwischen 15 und 60 Prozent." Häufig stelle dies die Verarbeiter, Werkzeugmacher und Spritzgießer jedoch vor große konstruktive Herausforderungen. Dazu, so Ludwig, zählen etwa lange Wege, die die Polymerschmelze zurücklegen muss, Verarbeitungsbedingungen bzw. -belastungen, Materialschädigungen bzw. -belastungen sowie lange Zykluszeiten, was wiederum Einfluss auf kommerzielle Aspekte habe. Zudem könnten Bauteile mit großem Volumen und langen Fließwegen das Material schädigen oder andere unerwünschte Nebeneffekte zeigen, wie schlechte Bauteiloberflächen durch aufgestellte oder nicht eingebundene Glasfasern. Mit dem neuen Masterbatch sollen sich zahlreiche Punkte verbessern lassen. "So lässt sich speziell bei glasfasergefüllten Polyamiden das Befüllen der Kavitäten leichter ausführen, denn die Polymerschmelze wird durch den Modifier leichtfließender und das Werkzeug lässt sich schneller und leichter befüllen", erläutert Clemens Rösler, Head of Sales Automotive. Darüber hinaus würden die Glasfasern und das Polymer schonender verarbeitet und die mechanischen Eigenschaften blieben erhalten. "Die Oberflächenqualität kann deutlich verbessert werden und das Additiv erzeugt eine erhebliche Zykluszeitverbesserung von bis zu 30 Prozent", so Rösler. "Zudem wird die Bauteilentnahme aus dem jeweiligen Spritzgusswerkzeug erleichtert." Ein weiterer Pluspunkt sei, dass das Material hervorragende Eigenschaften zur Unterstützung einer guten Kristallisation im Spritzgussverfahren biete. Weitere Informationen: www.grafe.com |
Grafe Advanced Polymers GmbH, Blankenhain
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