| 09.06.2026, 10:54 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Maag Group hat mit der M²-USG eine neue Generation ihrer Unterwasserstranggranulierung vorgestellt. Das System wurde für höhere Prozessstabilität, gesteigerte Produktionsleistung und eine verbesserte Pelletqualität entwickelt. Konstruktive Optimierungen sowie eine umfassende Sensorintegration sollen die Anlagenverfügbarkeit erhöhen und die Betriebskosten senken. Im Mittelpunkt der Neuentwicklung steht ein überarbeiteter Schneidkopf, der eine einfachere Bedienung und Wartung ermöglichen soll. Viele Wartungsarbeiten können werkzeuglos durchgeführt werden, gleichzeitig wurden Reinigungszeiten reduziert. Ziel ist eine Anlagenverfügbarkeit von mehr als 99 Prozent Overall Equipment Effectiveness (OEE) bei gleichzeitig geringeren Ausschussraten. Die Anlage produziert zylindrische Kunststoffpellets mit geringem Feinanteil. Dabei wird die Polymerschmelze durch eine Lochplatte gepresst, gekühlt und anschließend dem Granulierprozess zugeführt. Da insbesondere die Anfahrphase als kritischer Prozessschritt gilt, hat Maag hierfür spezielle Optimierungen umgesetzt. Ein neu entwickelter Abstreifer führt die Polymerstränge kontrolliert in das Führungssystem ein und soll damit das Risiko von Strangverklebungen, Verstopfungen und erhöhtem Anfahrausschuss reduzieren. Weitere Verbesserungen betreffen die Strangführung und Kühlung. Ein optimierter Wasserfilm auf dem Anfahrtisch soll Turbulenzen vermeiden und den Strangtransport stabilisieren. Zusätzlich wird Transportwasser unmittelbar nach dem Schneidvorgang eingespritzt, um Blockaden im Schneidkopf zu verhindern. Dies soll insbesondere bei Hochtemperaturpolymeren und technischen Kunststoffen wie Polycarbonat für einen störungsfreien Betrieb sorgen. Der neue Schneidkopf verfügt über einen auf 200 Millimeter vergrößerten Rotordurchmesser gegenüber bisher 162,5 Millimetern. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Messer von 30 auf 36 erhöht. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht dies höhere Durchsätze bei einer um 20 Prozent verlängerten Standzeit der Schneidwerkzeuge. Ein stabiler Schneidspalt trägt zudem zu einer konstanten Pelletqualität und reduziertem Wartungsaufwand bei. Die M²-USG wird in Maschinenbreiten von 600, 900 und 1.200 Millimetern angeboten. Die 600-Millimeter-Ausführung erreicht Durchsätze von bis zu 13.000 Kilogramm pro Stunde bei PET, die größte Variante bis zu 24.000 Kilogramm pro Stunde. Damit übertrifft die Anlage die Leistung der bisherigen Generation und ermöglicht laut Maag, vergleichbare Produktionskapazitäten mit kompakteren Maschinen zu realisieren. Zur Prozessüberwachung ist die Granulierung mit integrierter Sensorik ausgestattet. Erfasst werden unter anderem Vibrationen, Temperaturen, Durchflussmengen und Drücke. Ergänzend überwacht ein Kamerasystem den Stranglauf. Die Daten können auch für Fernüberwachungsanwendungen genutzt werden, um Prozessabweichungen frühzeitig zu erkennen und Ausschuss zu vermeiden. Darüber hinaus erfasst das System den Druckluftverbrauch. Energieeffiziente Reluktanzmotoren sollen den Energiebedarf reduzieren. Mit der M²-USG erweitert die Maag Group ihr Portfolio im Bereich der Unterwasserstranggranulierung um ein System, das auf höhere Produktionsleistungen, verbesserte Betriebssicherheit und eine stärkere Digitalisierung der Prozessüberwachung ausgerichtet ist. Insbesondere die Kombination aus höherem Durchsatz, verlängerten Wartungsintervallen und integrierter Sensortechnik soll die Wirtschaftlichkeit von Kunststoffproduktionsanlagen steigern. Weitere Informationen: maag.com |
Maag Group, Oberglatt, Schweiz
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