| 10.06.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Deutsche Gesellschaft für Kunststoff-Recycling mbH (DKR, www.dkr.de) eröffnet am 4. Juli 2002 die Ausstellung "Kunst, Kunststoff, Kunststoffrecycling" in Berlin. Schauplatz ist der U-Bahnhof der Linie 3 unter dem Potsdamer Platz, der bislang der Öffentlichkeit nicht zugänglich war. An diesem "verborgenen" Ort bringen international renommierte Künstler die verschiedenen Facetten des Kunststoffrecyclings ans Licht und machen Kunststoff zu Kunst-Stoff.
Mit der Ausstellung, die bis Ende des Jahres in Berlins neuer Mitte zu sehen ist, zeigt die DKR die überraschende Vielseitigkeit des Einsatzes von Recyclingkunststoff und erprobt zugleich ein neues Dialogmodell für Kunst und Wirtschaft. "Wir möchten Impulse geben und Unternehmen dazu ermutigen, künstlerische Ansätze in ihre Innovationsprozesse einzubinden", sagt DKR-Geschäftsführer Dr. Volker Gibs. Im Rahmen des Innovationsforums sind Künstler, Designer, Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker eingeladen, einen Dialog über ihre Visionen des Aufeinandertreffens von Kunst und Wirtschaft zu führen. Wie sich die Vision der Kreislaufwirtschaft phantasievoll in Szene setzen lässt, zeigt zum Beispiel das Künstlertrio Bär + Knell aus Bad Wimpfen. Die Designer, mit denen die DKR bereits seit 1995 zusammenarbeitet, verwandeln den Schauplatz U 3 mit zwei Lichtinstallationen in eine unterirdische Erlebniswelt. So taucht eine 150 Meter lange Leuchtwand aus alten Verpackungen die Tunnelwände des U-Bahn-Schachtes in die "Farben des Konsums". PET-Flaschen werden zum blauen Fluss, gleichsam als Metapher für die unendlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Materials. Flankiert werden die beiden Lichtinstallationen von eigens für die Ausstellung produzierten Videoinstallationen anerkannter Künstler wie Sara Chi Hang Wong (Hongkong), Daniel Pflumm (Berlin) und Roth Stauffenberg (Berlin). Sie setzen sich mit der Bedeutung des besonderen Ortes auseinander und visualisieren auf spezielle Weise Produktdesign, Warenästhetik und Kunststoff als Bedeutungsträger. Wie sich der kreative Umgang mit Recyclingkunststoff zur Serienreife weiterentwickeln lässt, demonstrieren Ausstellungsstücke bekannter Designer. So hat William Sawaya für das amerikanische Unternehmen Heller eine "Potsdamer Platz"-Stuhlserie aus Recyclingkunststoff kreiert. Der Möbelhersteller Montana zeigt erstmals sehr große und puristische Regalsysteme aus Recyclingkunststoffplatten, die Swetlana Heger nutzt, um ihre "Objects of Desire" zu präsentieren. Bis zum Ende der Ausstellung werden die Künstler und Exponate immer wieder wechseln - ein Sinnbild für die Dynamik der Kreislaufwirtschaft. Als Partner und Förderer des ungewöhnlichen Projekts konnte die DKR namhafte Unternehmen gewinnen, allen voran die Berliner ALBA Gruppe, heißt es in einer Mitteilung. |
Deutsche Gesellschaft für Kunststoff-Recycling mbH, Köln
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