| 05.09.2018, 09:36 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Biokunststoffe gelten als nachhaltige Alternative zu Kunststoffen aus Erdöl. Sollten diese Materialien verstärkt eingesetzt werden, beispielsweise in Verpackungen? Das umweltschonende Potenzial von Biokunststoffen kann erst dann vollständig ausgeschöpft werden, wenn es gelingt, diese zu recyceln. Experten vom Fraunhofer Umsicht haben nachgefragt: Sind Biokunststoffe kreislauffähig? Antworten liefert das neue 14-seitige Positionspapier „Recycling von Biokunststoffen“. Lebensmittelverpackungen, beispielsweise für Obst und Gemüse, könnten bald häufiger aus nachhaltigeren Kunststoffen hergestellt werden. Am 1. Januar 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Dadurch werden Anreize geschaffen, Produkte aus recyclingfähigen Kunststoffen und nachwachsenden Rohstoffen in Verpackungen einzusetzen. Damit könnte sich der Biokunststoffanteil am gesamten Kunststoffmarkt erhöhen. Bislang liegt er bei nur 0,6 Prozent. Der Großteil davon wird in Verpackungen genutzt, weitere Einsatzbereiche sind Konsumgüter, Landwirtschaft, Textilien oder Elektronik. Biokunststoffe sind biobasiert, bioabbaubar oder beides. Das Material scheint also ein idealer Kandidat, um unsere Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Der Beitrag von Biokunststoffen zu dieser Entwicklung kann jedoch nur vollständig ausgeschöpft werden, wenn es gelingt, das Material im Wertstoffkreislauf zu führen. Im neuen Positionspapier „Recycling von Biokunststoffen“ haben Experten vom Fraunhofer Umsicht die Materialgruppe der Biokunststoffe genauer betrachtet und fragen: Sind Biokunststoffe kreislauffähig? Die Position vom Fraunhofer Umsicht Die Wissenschaftler vom Fraunhofer Umsicht stellen klar, dass Biokunststoffe wie auch konventionelle Kunststoffe prinzipiell identifiziert und sortiert werden können. Sollten Biokunststoffe, z.B. in Verpackungen, künftig stärker genutzt werden, macht das u.a. eine zielgerichtete Anpassung des Abfallmanagements erforderlich. Daraus ergeben sich verschiedene Handlungsempfehlungen: Lösungen für optimale Kreislaufführung von Biokunststoffen Sind Biokunststoffe kreislauffähig? Fraunhofer Umsicht beantwortet diese Frage grundsätzlich mit „ja“. Es müssen aber noch technisch, ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösungsansätze entwickelt und etabliert werden. Nur so lässt sich der Anteil nachhaltiger Kunststoffe in unserer Wertschöpfungskette sinnvoll steigern. In der Verantwortung stehen: Materialentwickler und -designer, Hersteller von Kunststoffprodukten, Haushalte zur Sortierung, Logistik- und Transportsysteme sowie Recycling¬unternehmen. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.umsicht.fraunhofer.de |
Fraunhofer Umsicht - Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Oberhausen
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