| 28.02.2013, 06:11 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die belgische Kunststoffindustrie, Textilbranche und belgische Umweltunternehmen bündeln ihre Kräfte, um gemeinsam das Kunststoff und Polymer-Recycling in ihrem Land voran zu treiben. Zu diesem Zweck ist ein neues Projekt ins Leben gerufen worden, das den Namen Core Business Project (kontrolliertes Recycling Geschäftsprojekt) trägt. Im Rahmen dieser Initiative sind die belgische und die flämische Behörde aufgefordert worden, bei der Europäischen Kommission auf einen geeigneten rechtlichen Rahmen zu bestehen. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt von FEBEM, dem belgischen Verband der Umweltbetriebe, Centexbel, dem Technologie-/Wissenschaftszentrum für die belgische Textilindustrie, Federplast.de, dem belgischen Verband der Hersteller von Kunststoff- und Kautschuk-Produkten, sowie von Flanders´ PlasticVision - VKC Division, dem Kompetenz-/Technologiezentrum zur Unterstützung der Kunststoff und Kautschuk verarbeitenden Industrie als Teil des „Flandern in Action“-Programms der flämischen Regierung. Ziel ist es, die Kompetenzen der Entsorger und der Kunststoff- und Textilhersteller besser aufeinander abzustimmen, da der Abfall des einen Sektors zum wertvollen Material des anderen Sektors geworden ist. Ein Beispiel für die Nutzung dieser Synergien ist das Recycling von PET-Flaschen zu Polystergewebe; zwei völlig unterschiedliche Produkte, die aber aus ein und demselben Material, nämlich Polymer, hergestellt werden. Zwei Maßnahmen sind bereits in Vorbereitung. Im Rahmen der Kollaboration soll nach Recyclinglösungen und -märkten für Polyvinylbutyral (PVB) gesucht werden, welches als Folie für die Laminierung von Autoscheiben und Sicherheitsglas benutzt wird. Hierzu wird eine Zusammenarbeit mit dem Kompetenzpool FISCH (Flanders´ Innovation hub for Sustainable Chemistry) als Plattform für nachhaltige Chemie angestrebt, um die Frage zu klären, ob chemische Technologien für die Veredelung dieser Art von Abfällen genutzt werden können. Die zweite Maßnahme zielt auf die Entwicklung einer Internetseite, um den Zugriff auf das Knowhow von mehr als 50 belgischen Unternehmen zu erleichtern, die im Bereich des Recyclings von Kunststoffen, Textil-Polymeren und Kautschuk tätig sind. Die Partner des Core Business Projects unterstützen die Aktion der europäischen Kunststoff-Wertschöpfungskette (Kunststoffhersteller, Kunststoffverarbeiter und Kunststoffverwerter), durch die die Europäische Kommission gedrängt wird, unverzüglich europäische Abfallend-Kriterien (end-of-waste) für Kunststoffabfälle festzulegen. Transparente und zwischen den Mitgliedstaaten abgestimmte Kriterien seien eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum des Kunststoff-Recyclings in Europa, für höherwertig recycelten Kunststoff und für den Rückgang der Exporte dieses wertvollen Materials außerhalb Europas. Die Partner des Core Business Projekts im Überblick: FEBEM, der belgische Verband der Umweltbetriebe Kontakt: werner.annaert@febem-fege.be, Tel. +32 2 757 91 70 Centexbel, technisches und wissenschaftliches Zentrum für die belgische Textilindustrie Kontakt: bob.vanderbeke@centexbel.be, Tel. +32 9243 82 17 Federplast.be, der belgische Verband der Hersteller von Kunststoff- und Kautschuk-Produkten Kontakt: geert.scheys@federplast.be, Tel. +32 2 238 97 39 Flanders´ Plasticvision - VKC division, Kompetenz-/Technologiezentrum zur Unterstützung der Kunststoff- und Kautschuk verarbeitenden Industrie in Flandern Kontakt: wim.grymonprez@vkc.be, Tel. +32 56 281 828 Weitere Informationen: www.centexbel.be/nl/core-business |
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