| 20.02.2020, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit dem ersten Spatenstich hat der Spezialglashersteller Schott an seinem Standort Müllheim den Startschuss für den Bau einer neuen Produktion für sterile pharmazeutische Primärverpackungen aus Polymer gegeben. Das Werk soll bis 2022 mit einem Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich errichtet werden und dann 100 zusätzliche Arbeitsplätze bieten. Das neue Werk wird auf dem bestehenden Werksgelände auf einer Grundfläche von 11.000 Quadratmetern entstehen. Zu dem Neubauvorhaben gehören neben dem Produktionsgebäude mit neuer Reinraumtechnologie auch ein Pilot-Center zur Entwicklung von Innovationen, ein Logistikzentrum sowie ein integrierter Verwaltungsbereich. „Der Aufbau dieser neuen Produktion bedeutet eine enorme Stärkung für unseren Standort hier in Müllheim. Denn zu den Pharmafläschchen aus Glas bekommen wir jetzt sterile vorfüllbare Polymercontainer, und hier im Speziellen Spritzen, als zweites Standbein dazu“, erklärte Schott Standortleiter Bernhard Langner. Mit aktuell 280 Mitarbeitern ist Müllheim das einzige Werk des Schott Geschäftsbereichs Pharmaceutical Systems in Deutschland. Es gehört zu einem Verbund von insgesamt 18 Produktionsstandorten in 13 Ländern. „Nachdem wir gerade an unserem Kompetenzzentrum für Polymerspritzen in St. Gallen die Kapazität mit neuen Produktionslinien deutlich ausgebaut und dort erst kürzlich die Installation der neuen Linien abgeschlossen haben, ist die Errichtung des neuen Werkes in Müllheim ein weiterer wichtiger Schritt zum strategischen Ausbau unseres Polymergeschäfts“, erläuterte Mario Haas, Leiter des Geschäftsfelds Polymer Solutions. Die neue Produktion wird demzufolge höchste Standards erfüllen. Hierbei wird der gesamte Prozess vom Spritzgießen über die Qualitätskontrolle bis hin zum sterilen Verpacken automatisiert und digital vernetzt in moderner Reinraumumgebung verlaufen. „Indem wir bei der Inspektionstechnologie auch das Prinzip des Maschinellen Lernens, also künstliche Intelligenz nutzen, können wir die gesammelten Daten in die Optimierung von Prozessparametern einfließen lassen“, ergänzte Andreas Reisse, Leiter des Geschäftsbereichs Pharmaceutical Systems. Vorfüllbare Spritzen aus Polymer kommen unter anderem bei hochviskosen Medikamenten, in der Notfallmedikation sowie in der Intensivmedizin zum Einsatz. Schott gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Pharmaverpackungen aus Glas und Kunststoff. Jährlich stellt das Unternehmen rund elf Milliarden Spritzen, Fläschchen, Ampullen und Karpulen her. Mit der Planung der ganzheitlichen Betriebs- und Logistikprozesse und Realisierung des anspruchsvollen Vorhabens wurde IE Plast in München beauftragt. Darüber hinaus unterstützt IE Plast die Qualifizierung und Validierung. Weitere Informationen: www.schott.com, ie-group.com |
Schott AG, Mainz
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