| 23.12.2021, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das niederländische Chemieunternehmen Avantium hat die endgültige Investitionsentscheidung für den seit Längerem geplanten Bau eines neuen Werks zur Produktion von Furandicarbonsäure (FDCA) bekannt gegeben. Laut Pressemitteilung fiel die sogenannte Final Investment Decision (FID) nach dem Abschluss einer Finanzierungsvereinbarung über 90 Mio. Euro für das Projekt. Das neue Werk soll am Standort Delfzijl im Nordwesten der Niederlande errichtet werden. Vorgesehen sind dort Kapazitäten für 5.000 Tonnen FDCA im Jahr. Die Fertigstellung der Anlagen ist laut früheren Angaben im Jahr 2023 und der Produktionsstart 2024 geplant. Bereits im vergangenen Jahr hatte Avantium den australischen Industrieanlagenbauer Worley mit dem sogenannten Front End Engineering Design (FEED), d. der Entwurfsplanung für die Anlagen, beauftragt (siehe auch plasticker-News vom 22.06.2020). Der aktuellen Aussendung zufolge liegen zudem bereits erste Zusagen künftiger Abnehmer vor. FDCA gehört zu den wichtigsten Plattformchemikalien für die Herstellung von Biokunststoffen (biobased building block chemicals) und wird vor allem für die Produktion von Polyethylenfuranoat (PEF) benötigt. PEF wiederum eignet sich insbesondere für die Herstellung von Lebensmittel- und Getränkeverpackungen und könnte dabei langfristig PET ersetzen. Langfristig rechnet Avantium für den PEF-Endmarkt mit einem jährlichen Volumen von bis zu 200 Mrd. USD. Avantium-CEO Tom van Aken erklärte in der aktuellen Aussendung: "Wir wissen das Vertrauen unserer Partner und insbesondere eines starken Konsortiums niederländischer Banken in unsere innovative Technologie zur Herstellung von FDCA und PEF sehr zu schätzen. Mit der Erfüllung der Schlüsselbedingungen für den Bau unseres FDCA-Flaggschiffwerks haben wir einen entscheidenden Punkt auf unserem Weg zur Kommerzialisierung des pflanzenbasierten PEF-Kunststoffs erreicht." Die an den Börsen in Amsterdam und Brüssel notierte Avantium gilt als führendes Technologieunternehmen im Bereich der erneuerbaren Chemie. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen auf pflanzlicher Basis. Am Standort Delfzijl verfügt das Unternehmen bereits über eine Pilotanlage zur Verarbeitung von Biomasse zu Glukose und Lignin sowie eine Demo-Anlage zur bio-basierten Produktion von Mono-Ethylenglycol (MEG). Weitere Informationen: www.avantium.com |
Avantium, Amsterdam, Niederlande
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