| 10.03.2010 | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Der PET-Preis ist in Europa seit der letzten Umfrage vor vier Wochen erneut gestiegen, und zwar um 60 bis 70 Euro pro Tonne, sodass europäische Ware derzeit 1245 Euro pro Tonne kostet (frei geliefert). Die Nachfrage sei für die Jahreszeit normal, berichten Preform-Hersteller, und die Produzenten, deren Anlagen in Europa derzeit laufen, erklären ebenfalls, die Nachfrage nach Neuware sei gut. Auch wenn der PET-Preis in Europa künftig sehr viel stärker als in den letzten Jahren durch globale Faktoren gesteuert werden wird und die saisonalen Einflüsse immer mehr an Bedeutung verlieren werden (PETplanet berichtete in der Printausgabe Nr. 01+02/2010 auf den Seiten 14 und 15), sei der Einfluss der Jahreszeiten und die bevorstehende Getränkehochsaison im Moment immer noch deutlich spürbar, erklären Marktteilnehmer. MEG weiter gestiegen, Paraxylen stabilisiert sich auf hohem Niveau Ein weiterer Grund für den Preisanstieg sind die seit Monaten immer teurer werdenden Rohstoffe Monoethylenglykol (MEG) und Paraxylen. Die aktuelle Preisentwicklung bei den Vorprodukten sieht im Moment folgendermaßen aus: MEG wurde gegenüber Januar 2010 nochmals angehoben, und zwar um 55 Euro pro Tonne und kostet nun 840 Euro pro Tonne (Januar 2010: 785 Euro pro Tonne; Dezember 2009: 660 Euro/Tonne; November: 632 Euro/Tonne; Oktober: 640 Euro/Tonne; September: 670 Euro/Tonne; Juli: 615 Euro/Tonne; Juni: 530 Euro/Tonne; Mai: 530 Euro/Tonne; April: 502 Euro/Tonne, März: 495 Euro/Tonne, Februar: 480 Euro/Tonne, Januar 2009: 460 Euro/Tonne). Paraxylen ist zwar gegenüber dem Vormonat stabil geblieben, verharrt aber auf dem hohen Niveau von 800 Euro pro Tonne (Dezember 2009: 740 Euro pro Tonne; November: 680 Euro/Tonne; Oktober: 615 Euro/Tonne; September: 760 Euro/Tonne; August 800 Euro/Tonne; Juli: 760 Euro pro Tonne; Juni: 795 Euro/Tonne April: 705 Euro/Tonne, März: 695 Euro/Tonne, Februar: 610 Euro/Tonne, Januar 2009: 500 Euro/Tonne). Rezyklatqualität hat nachgelassen – vor allem in Deutschland Seit Monaten steigt der Preis für PET in Europa, doch trotzdem werde Rezyklat nach Angaben von Verarbeitern und Abfüllern derzeit weniger nachgefragt, als dies in Zeiten hoher PET-Preise üblich ist, war von diversen Marktteilnehmern zu erfahren. Der Hauptgrund für diese Reaktion seien Qualitätsprobleme beim Einsatz größerer Rezyklatmengen, wie mehrere PETplanet-Pulse-Gesprächspartner bestätigten: Zum Teil gebe es Probleme mit der Farbe: Die glasklare Transparenz, die vor allem für Mineralwasserflaschen gefordert wird, sei mit der derzeit erhältlichen Qualität nicht zu erzielen, wenn ein großer Anteil Rezyklat beigemischt wird, heißt es. Auch werden vermehrt Partikel im Rezyklat gefunden, die die Qualität der daraus hergestellten Flaschen stark beeinträchtigen können. Experten führen diese immer schlechter werdende Qualität, die vor allem in Deutschland festzustellen ist, darauf zurück, dass inzwischen immer mehr Flaschen in den Wiederverwertungskreislauf gelangen, die bereits mehrfach rezykliertes Material enthalten. Aus diesem Grund summieren sich die Anteile diverser Additive oder Barrierekunststoffe und führen zu den genannten Qualitätsproblemen. Gestützt wird diese Vermutung durch die Tatsache, dass die Rezyklatqualität von Land zu Land unterschiedlich ist – und auch die zugesetzten Additive unterscheiden sich europaweit: So werden z.B. in der Schweiz andere Additive verwendet als in Deutschland. In der Schweiz seien derzeit die genannten Qualitätsprobleme nicht bekannt, heißt es; dagegen sei gerade in Deutschland die Rezyklatqualität momentan sehr schlecht, berichten mehrere Informanten. Auch der Trend, Fruchtsäfte vermehrt in PET-Flaschen anzubieten, wirke sich nun aus, erklärt ein Gesprächspartner: Die leeren Flaschen, in denen Fruchtsäfte enthalten waren, können beim Zuführen in den Wiederverwertungskreislauf die Rezyklatqualität negativ beeinflussen. Südkoreanische KP Chemical wird in Großbritannien aktiv Die südkoreanische KP Chemical Corp. hat bekannt gegeben, dass sie den Kauf des Artenius-Werkes in Wilton/Großbritannien mit einer Produktionskapazität von 500.000 Tonnen PTA pro Jahr und einer Jahreskapazität von 150.000 Tonnen PET abgeschlossen hat. Die Produktion im britischen Werk, das seit vielen Monaten still stand, soll laut KP Chemical im zweiten Quartal 2010 wieder anlaufen. Asien: Preise haben weiter angezogen Die Preise für asiatisches PET haben angezogen und werden in dieser Woche mit 1350 US-Dollar pro Tonne (FOB) bzw. 1500 US-Dollar pro Tonne (cif) notiert. Vor vier Wochen kostete PET in Korea, Taiwan, China, Indien und Südostasien 1300 US-Dollar pro Tonne FOB. Der Rezyklatpreis bezieht sich auf rezykliertes PET, das höchsten Qualitätsstandards in Bezug auf Transparenz und Lebensmitteltauglichkeit entspricht. Diese Standards sind vor allem bei Mineralwasser sehr wichtig, da Konsumenten gerade bei Wasser äußerst empfindlich reagieren: Mineralwasser und auch die PET-Flaschen, in die es abgefüllt wird, müssen klar und rein aussehen, sonst wird das Wasser nicht gekauft. Quelle: Newsletter „petplanet pulse“, www.petpla.net ![]() Abonnenten der Fachzeitschrift „PETpla.net insider“ – Magazine for Bottlers and Bottle-Makers - erhalten eine ausführlichere Version dieses PET-Preisberichtes zwei Wochen vor Veröffentlichung im plasticker.de. Hier geht es zur Abo-Bestellung von „PETpla.net insider“. |
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