| 15.09.2010 | Lesedauer: ca. 5 Minuten |
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Auf der K 2010 feiert die Kuhne Group gleich mehrere Premieren. Erstmals präsentieren sich die Kuhne GmbH und die Kuhne Anlagenbau GmbH, beide aus St. Augustin, sowie die American Kuhne aus Ashaway, Rhode Island, auf einem gemeinsamen Messestand. Ausdruck findet der neue Marktauftritt sowohl in einer neuen Standgestaltung und einem neuen Corporate Design als auch in der neuen Ausrichtung auf das Produkt. Das Unternehmen verweist darauf, dass egal welche Folie ein Kunde herstellen möchte, er bei der Kuhne Group genau die richtige Maschinentechnologie und zwar inklusive des Verarbeitungs-Know-hows finde. Premiere feiern außerdem mehrere Anlagenkonzepte, unter anderem die neue Green Line für Blasfolien, eine Turnkey-Anlage für Noppenfolien sowie die erste 11-Schicht-Triple-Bubble-Anlage für biaxial verstreckte Hochbarrierefolien. Folien statt Maschinen - Open House in St. Augustin In Düsseldorf zeigt die Kuhne Group allerdings keine Maschinen, sondern gemäß der neuen Ausrichtung ausschließlich Folien, die mit Extrusionsanlagen der Kuhne Group herstellbar sind. Das Produktspektrum reicht von extrem dünnen Kaschierfolien aus HDPE über dickwandige Folien aus PP oder EVA für medizinische Anwendungen sowie Hochbarriere-Multilayer-Folien und PET-Folien für die Lebensmittelbranche bis hin zu geschäumten Platten für die Bauindustrie. Zeitgleich mit der K-Messe wird bei Kuhne in den firmeneigenen Technika in St. Augustin ein Open House veranstaltet. Interessenten können dort die neuen Folienanlagen, von denen auch einige in Betrieb sein werden, in Augenschein nehmen. Wirtschaftliche Folienproduktion dank Langhalsfahrweise Für die Herstellung von Blasfolien, die als Windelfolien, Feinschrumpffolien für die Verpackung schwerer Güter, Bildschirmschutzfolien oder auch Verpackungsfolien für die Lebensmittelindustrie genutzt werden, zeigt der Geschäftsbereich Blasfolie der Kuhne GmbH anlässlich des Open House seine zwei neuen Produktlinien „U Tec“ und „Green Line“. Die U-Tec Linie ist eine standardisierte Maschinenserie für 1- bis 5-schichtige Folienverbunde mit einer Breite von bis zu 2.200 mm. Die Green Line 3-Schicht-Anlage, die in St. Augustin bei der Produktion unterschiedlicher Folientypen vorgeführt wird, hat eine Durchsatzleistung von bis zu 700 kg/h. Anlagen der neuen Green Line-Serie eignen sich für 1- bis 9-schichtige Blasfolien in einem Breitenbereich zwischen 600 und 3.000 mm. Sie garantieren nach Kuhne-Angaben hohe Leistungen bei einem geringen Energieverbrauch. Green-Line-Anlagen werden nach dem Kuhne-Baukastenprinzip zusammengestellt und sind somit an individuelle Kundenwünsche anpassbar. Ein Highlight der vorgestellten Anlage ist der innovative Kühlring Smart Lip Maximizer Long Neck (Maximizer LN). Dieser garantiere mit drei Kühlringlippen sowie einem speziellen internen Blas-Kühlsystem eine enorme Kühlleistung. Aus dieser konstruktiven Gestaltung ergibt sich die Möglichkeit, die meisten Folienverbunde in Langhalsfahrweise zu produzieren, was wiederum für eine deutliche Verbesserung der Folienkennwerte sorgen soll. Im Vergleich zur herkömmlichen Fahrweise lassen sich Dart-Drop-Wert und die Zugfestigkeit um bis zu 40 % erhöhen, heißt es weiter. Alternativ lasse sich mit der Langhalsfahrweise die Gesamtfoliendicke ohne Einbußen bei den mechanischen Kennwerten reduzieren. Damit trage der Maximizer LN maßgeblich zu einer sehr effizienten Folienproduktion bei. Schnelle Produktumstellung garantiert Mit der Präsentation einer PET-Direktextrusionslinie und einer Noppenfolienanlage sieht sich der Geschäftsbereich Flachfolie für die beiden Wachstumsmärkte PET-Folien für die Lebensmittelverpackung und PP- oder HDPE-Membranfolien für Grasdächer, Sportplätze oder Fußbodenbeläge bestens aufgestellt. Während die Kuhne Compact Extruder (KCE)-Anlagen zur Herstellung von PET-Folien ohne Materialvorbehandlung im Markt schon erfolgreich eingesetzt werden, führt Kuhne weiter aus, hat die 3-Schicht-Flachfolienanlage zur Herstellung von Noppenfolien ihre Premiere während des Open House. Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, der norwegischen Oldroyd AS, Kragero Naeringspark, bietet der Maschinenbauer Turnkey-Anlagen inklusive einer Lizenzvereinbarung für neue Produkte, einer Schulung des Bedienpersonals sowie einer Vorablieferung von Membranfolien an. ![]() Wenn erforderlich, kann in der Vakuum-Formstation der Noppenfolienanlage ein Vlies auf eine oder beide Seiten der Membran auflaminiert werden. Erste 11-Schicht-Triple-Bubble-Anlage ![]() In der zweiten Folienblase der 11-Schicht-Triple-Bubble-Anlage wird die Folie biaxial verstreckt und erhält so ihre besonderen Eigenschaften. In der neuen Anlage überzeugt nach Kuhne-Angaben neben den Extrudern, die mit speziellen Schneckengeometrien sowie Dosiereinheiten, Schmelzepumpen und Siebwechslern ausgerüstet sind, der 11-Schicht-Wendelverteiler-Blaskopf, der eine optimale Schichtverteilung garantiert. Ganz neu ist, dass der Folienblaskopf genauso wie der Kühlring mit einer flexiblen und regelbaren Lippe ausgestattet ist, was eine höhere Präzision des Dickenprofils ermöglichen soll. Zu den speziellen Features der neuen Anlage gehören weiterhin eine Kalibriereinheit, die für eine schnelle Abkühlung des Schlauches ohne Flüssigkühlung der Innenblase sorgt, eine um 360° reversierende Abzugseinheit mit vollautomatischer Höhenanpassung sowie ein komplett überarbeiteter Wickler und ein einfach zu bedienendes Automatisierungssystem. Weitere Informationen: www.kuhne.de K 2010, 27.10.–3.11.2010, Düsseldorf, Halle 17, Stand A41 |
Kuhne Group, Sankt Augustin
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