| 25.04.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Für die Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien ist das Interpack-Jahr 2002 (www.interpack.de) insgesamt besser als erwartet angelaufen. Michael Rathje, Hauptgeschäftsführer des IK Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V. (www.kunststoffverpackungen.de) äußerte sich anlässlich der Wirtschaftspressekonferenz der Düsseldorfer Messegesellschaft zuversichtlich zur weiteren Entwicklung seiner Branche. Er hält eine wertmäßige Zunahme der Kunststoff-Packmittelproduktion um drei bis fünf Prozent im laufenden Jahr insbesondere dann für möglich, wenn die sich aufhellende Stimmung in der Wirtschaft in Nachfrageimpulse umgesetzt werden kann. Damit würde das Wachstum der Kunststoffpackmittelindustrie einmal mehr um einige Prozentpunkte über dem des Bruttoinlandsproduktes liegen.
Seit der Interpack 1999 konnte der Wert der in der Bundesrepublik jährlich hergestellten Kunststoffpackmittel um 19 Prozent auf 17,2 Milliarden Mark (2001) gesteigert werden. Im Zuge dieser Entwicklung sind Kunststoffverpackungen die Nummer 1 unter den Packmaterialien geworden. 1970 machten Kunststoffe erst 20 Prozent des Packmittelumsatzes aus, heute stellen sie mit deutlich mehr als 37 Prozent den größten Anteil am Verpackungsmarkt. Stetige Optimierung der Verarbeitungsprozesse und reduzierte Foliendicken beziehungsweise Wandstärken ermöglichten eine kontinuierliche Steigerung der Verpackungsstückzahlen aus der gleichen Rohstoffmenge. So erzielen Kunststoffe heute mit einem Materialanteil von nur 19 Prozent des gesamten Packmitteleinsatzes einen fast doppelt so hohen Anteil am Produktionswert. Die Stückzahl der aus Kunststoff hergestellten Gebinde hat sich in den vergangenen zehn Jahren etwa verdreifacht, obwohl sich die Tonnage "nur" um 50 Prozent erhöhte. Fast 60 Prozent der Gesamttonnage von drei Millionen Tonnen im Jahr 2001 und gut 50 Prozent des wertmäßigen Anteils der Produktion von Kunststoffpackmitteln basieren auf Folien. Sie prägten in den letzten Jahrzehnten die Dynamik der Branche. Seit der letzten Interpack haben sich Kunststoffflaschen überproportional entwickelt. Einer wertmäßigen Steigerung um rund 25 Prozent steht eine Zunahme der Stückzahlen um fast 42 Prozent gegenüber. Hier manifestiert sich die Akzeptanz der immer leichter werdenden PET-Flasche des Mineralwassermarktes, bei Wasch- und Reinigungsmitteln sowie im Kosmetikbereich. Ähnlich stark legten Flaschen aus dem Kunststoff Polypropylen auf. Ein steiles Wachstum zeigen auch die vornehmlich im gewerblichen Bereich eingesetzten Großverpackungen aus Kunststoff, wie Fässer, Kanister oder Kombinations-Großbehälter (IBC-K), deren Produktionswert innerhalb von drei Jahren um Rund 25 Prozent auf fast 1,5 Milliarden Mark im Jahr 2001 gestiegen ist. |
IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V, Bad Homburg v.d.H.
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