| 24.10.2012, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Projekt Werkstrom: Individuell gestaltete, spritzstreckgeblasene PET-Flaschen; darunter die Logos der Projektpartner PET kommt immer öfter als Material für Verpackungen zum Einsatz. Produkte aus PET sind leicht, bruchsicher und geschmacksneutral; zudem sehen sie den traditionellen Glasbehältern ähnlich und lassen sich ohne großen technischen Aufwand recyceln. Allein in Deutschland werden heute rund 500 Kilotonnen pro Jahr zu Verpackungen verarbeitet, beispielsweise in der Getränkeindustrie. Als Herstellungsverfahren hat sich dabei das Spritzstreckblasen bewährt. Bei Mineralwasserflaschen, die auf diese Weise produziert wurden, sei der Marktanteil mittlerweile auf über 40 Prozent gestiegen. Das Spritzstreckblasen gilt als Verfahren, das ein individuelles Design für alle Anwendungen ermöglicht. Die Vorteile einer individuellen, ästhetisch ansprechenden Gestaltung von PET-Flaschen sei jedoch bislang nur für solche Branchen relevant, in denen - wie beispielsweise in der Lebensmittelindustrie - hohe Stückzahlen erreicht würden. Nur dann ließen sich die hohen Entwicklungs- und Werkzeugkosten decken. Für Branchen mit eher niedrigen Stückzahlen, zum Beispiel für die Kosmetikindustrie, seien individuell gestaltete PET-Verpackungen dagegen in der Regel zu kostspielig. "Werkstrom": Niedrigere Kosten und höhere Qualität durch firmenübergreifende Zusammenarbeit An genau dieser Stelle setzt das Projekt "Werkstrom" an. Es will individuelles Design von PET-Verpackungen auch für solche Unternehmen rentabel machen, die ihre Produkte nur in geringeren Mengen herstellen. In Zusammenarbeit mit der Fraunhofer- Projektgruppe Prozessinnovation koordiniert Dr.-Ing. Bernd Rosemann, Leitender Ingenieur am Lehrstuhl für Umweltgerechte Produktionstechnik, einen Verbund mittelständischer Firmen. Gemeinsam wollen alle Beteiligten effiziente Produktionsformen entwickeln, um die hohen Kosten für individuelle PET-Verpackungen aufzufangen. Geschäftsprozesse sollen dabei firmenübergreifend miteinander vernetzt, Produktdaten ganzheitlich - also in Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus eines Produkts - bereitgestellt werden. Alle Unternehmen des Verbunds sollen seitens der Universität Bayreuth eine umfassende ingenieurwissenschaftliche Unterstützung erhalten, wenn sie neue Anwendungen des Spritzstreckblasens entwickeln wollen, die speziell auf eigene Produktionsziele zugeschnitten sind. Hochflexible Prozessketten, die im wechselseitigen Austausch von Erfahrungen und Know-how erarbeitet werden, sollen die nötigen Produktionsschritte auf höchstem technischen Niveau miteinander verbinden. "Auf diese Weise versetzen wir zahlreiche Unternehmen - beispielsweise aus der Kosmetik- und der Pharmabranche - erstmals in die Lage, die eigenen Produkte in individuell gestalteten, ästhetisch ansprechenden PET-Verpackungen anzubieten", erklärt Rosemann. "Unser innovatives Verbundprojekt ‚Werkstrom’ wird den Unternehmen zu einer bisher unerreichten Qualität der Fertigungsprozesse verhelfen. Und es wird zugleich dazu führen, dass die Kosten für maßgeschneiderte PET-Verpackungen deutlich sinken. Die Marktpotenziale dafür sind hoch und sollen in enger Zusammenarbeit von Unternehmen mit der universitären Forschung voll ausgeschöpft werden." Weitere Informationen: www.lup.uni-bayreuth.de/de/werkstrom |
Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Werkstoffverarbeitung, Bayreuth
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