| 05.09.2013, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der polnische Metall- und Kunststoffverarbeiter Boryszew meldet den Abschluss der Integration der 2010 übernommenen italienischen Maflow-Gruppe. Mit der Schließung des Werks Trezzano in Italien, der Neuordnung der Werke in China und Brasilien und der grundlegenden Modernisierung des Maflow-Werks im polnischen Tychy sei eine wesentliche Etappe beim Umbau der Automotive-Sparte abgeschlossen, heißt es. "Wir haben einen Technologiewechsel durchgeführt und die Effizienz um 50% erhöht", so Piotr Szeliga, Vorstandschef von Boryszew. Außerdem habe man das Fundament für künftige Kapazitätssteigerungen gelegt, die für die Umsetzung neuer Projekte notwendig seien. Mittlerweile sind alle Werke ISO-zertifiziert, und es konnten neue Kunden wie Daimler, Porsche und Tata gewonnen werden. Nächster wichtiger Schritt für Boryzews Automotive-Sparte wird die Eröffnung des neuen Werks von Boryszew Plastics Russia im russischen Dzerzhinsk. "Der Produktionsbeginn in Russland ist ein wichtiges Element bei der Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit Volkswagen", so Paweł Surówka, stellvertretender Vorstandschef für das Automotive-Geschäft. Im Juli wurden in dem Werk die ersten Ausstattungsteile für den VW Jetta produziert. Künftig soll das Werk rund 20 Mio. EUR Jahresumsatz erzielen. Nicht nur bei Kunden und Produktionskapazität, sondern auch auf personeller Ebene kann Boryszew Zuwächse melden: Als neuen stellvertretenden Vorstandschef konnte das Unternehmen Mikołaj Budzanowski gewinnen. Der im Frühjahr wegen eines Alleingangs des Gaskonzerns PGNiG mit der russischen GazProm entlassene ehemalige Schatzminister wird bei Boryszew für die Konzernentwicklung verantwortlich zeichnen. Finanziell lief das erste Halbjahr 2013 für Boryszew deutlich weniger gut als der Vorjahreszeitraum: Während die Umsätze um moderate 3,1% auf 2,44 Mrd. PLN (579 Mio. EUR) sanken, knickte der operative Gewinn um mehr als 60% auf 47,6 Mio. PLN (11,3 Mio. EUR) ein. Auch beim Nettoergebnis stand mit 29,2 Mio. PLN (6,9 Mio. EUR) deutlich weniger als die Hälfte des Vorjahreswerts unter dem Strich. Hauptverantwortlich hierfür war das Automotive-Segment, das unter der Krise in der europäischen Automobilbranche litt. Im Ergebnis sank der operative Gewinn in diesem Segment von 43 Mio. PLN auf nur noch 2,3 Mio. PLN. Boryszew erwartet, dass sich der erfolgte Umbau in den kommenden zwei Jahren positiv auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung in diesem Segment auswirken wird. Weitere Informationen: www.boryszew.com.pl, pgnig.pl, www.gazprom.ru Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Polen
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