| 10.10.2013, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Demonstrator-Hebel; oben: schematisch und mit vergrößerter Darstellung des Überlappunsbereichs, unten: als reales Leichtbauteil - (Bild: Georg Kaufmann). Ein innovatives Werkzeug zum Herstellen von serientauglichen Faserverbund-Leichtbauteilen hat die Georg Kaufmann Formenbau AG, Busslingen/Schweiz, im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts LIPA (Lightweight Integrated Process Application) entwickelt. In dem Werkzeug werden vorgewärmte Zuschnitte aus Tepex-Organoblech, also aus gewebeverstärktem Thermoplast, umgeformt und gleichzeitig mit Hilfe des von Arburg, Loßburg, entwickelten Langfaser-Direktspritzgießens mit einer Verrippung, Lageraugen und weiteren Funktionselementen versehen. Auf diese Weise entsteht ein Leichtbauteil mit hoher Festigkeit und Steifigkeit. Der gesamte Fertigungsablauf wird während der K 2013 auf dem Arburg-Messestand A13 in Halle 13 im praktischen Betrieb auf einem hydraulischen Allrounder 820 S mit Servohydraulik zu sehen sein. Gezeigt wird die Herstellung eines Demonstrator-Hebels, der ähnlich z.B. als Schwinge für ein Fahrrad oder als Bestandteil der Sitzstruktur in Pkws eingesetzt werden könnte. Für die Fertigung des Demonstrator-Hebels werden zwei unterschiedlich dicke Organoblech-Zuschnitte zyklusoptimiert und materialschonend auf Umformtemperatur aufgeheizt. Ein Handhabungsgerät mit Vakuumgreifern übergibt die Zuschnitte beschädigungsfrei und mit minimiertem Zeitbedarf in das Werkzeug. Dort werden die beiden ebenen Organoblech-Zuschnitte zu einem W-förmigen Profil umgeformt, um die Hebel-Steifigkeit zu erhöhen, und zugleich durch flächiges und formschlüssiges Verpressen stabil miteinander verbunden. Auf das Organoblech werden Versteifungsrippen und eine Berandung aus langglasfaser-verstärktem Kunststoff aufgespritzt. Weil die Temperatur des Organoblechs nur wenig unterhalb der Schmelztemperatur des Basiskunststoffs ist, sei eine chemisch einwandfreie Verbindung sichergestellt. Aus demselben Grund sei es auch möglich, Elemente (z.B. Schraubdome) durch das Organoblech hindurch anzuspritzen, ohne Schäden an der Faserstruktur des Bauteils zu verursachen. Um das Bauteil in einem nachgelagerten Schritt mit einem weiteren verbinden zu können, wird der Demonstrator im Werkzeug mit einem Durchbruch versehen, ohne die Faserstruktur zu schädigen. Mit der Herstellung des Demonstrators wollen die Projektpartner nicht nur zeigen, dass sich Faserverbund-Leichtbauteile prozesssicher und in Großserie herstellen lassen. Sie wollen auch eine Reihe von Innovationen demonstrieren, die für die Wirtschaftlichkeit ebenso wie für die Funktionalität der Teile entscheidend seien:
K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf, Halle 13, Stand A13 |
Georg Kaufmann Formenbau AG, Busslingen, Schweiz
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