| 16.07.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Jungen Unternehmer im Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV, www.gkv.de) fordern Unternehmen der Branche auf, sich an einem gemeinsamen Konzept zur ökologisch und ökonomisch sinnvollen Verwertung von Kunststoffen zu beteiligen. Auf ihrer Jahrestagung, die Ende Juni in Trier stattfand, warnten die Mitglieder des GKV-Arbeitskreises davor, "die Dinge anderen zu überlassen". Die Frage der Entsorgung bestimme künftig in erheblichem Maße das Image und die Wettbewerbsfähigkeit des Werkstoffs. Ausdrücklich begrüßt wurde die Initiative "Löwe" (siehe PlasTicker-News vom 21.2.2002) die Know-how für ein zukünftiges integrales Management von Kunststoffabfallströmen erarbeiten soll.
Zu Beginn der Tagung hatte Wilhelm Crößmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Technische Teile im GKV, über die europäische Richtlinie für Altfahrzeuge und den Vorschlag des Europäischen Parlaments für eine Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte referiert. Die Altautoverordnung sieht vor, dass die Hersteller die Kosten oder einen wesentlichen Teil der Entsorgung von Fahrzeugen übernehmen. Diese Rücknahmeverpflichtung werde sich in die Zulieferkette fortsetzen, sagte Crößmann. Dem GKV wurden Verträge bekannt, die dahingehend verändert wurden. "Die Kosten, die auf die Zulieferbetriebe zukommen, sind noch nicht abzuschätzen", so der TT-Geschäftsführer. Elektrogeräte machten derzeit 4 Prozent der kommunalen Abfälle aus, führte der Referent weiter aus. Über 90 Prozent der Altgeräte wanderten auf Deponien oder in die Verbrennung. Bei Elektrogeräten sorge die Vielfalt an verwendeten Materialien und Werkstoffen für Probleme. Die künftigen Kosten für die Entsorgung werden gegenwärtig auf 500 bis 900 Millionen Euro pro Jahr geschätzt, so Crößmann. In der anschließenden Diskussion stellten die Jungen Unternehmer ausdrücklich fest, dass in diesem Themenbereich nicht nur die Automobilzulieferer gefordert seien, auch wenn der Handlungsdruck hier bereits besonders groß sei. "Wir müssen aktiv werden, bevor die Hersteller die in den vergangenen Jahren erreichte Substituierung wieder rückgängig machen", forderte Ekkehart Schieffer, Sprecher der Jungen Unternehmer. |
Gesamtverband kunststoffverarbeitende Industrie e.V., Frankfurt
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