| 21.05.2015, 06:13 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der polnische Staat will sich über das Investitionsprogramm "Inwestycje Polskie" an der Finanzierung des Baus einer Propylen-Anlage durch den Chemiekonzern Grupa Azoty beteiligen. Zu diesem Zweck wurde am Dienstag eine Kooperationsvereinbarung zwischen Grupa Azoty, ihren Töchtern Grupa Azoty Police, Grupa Azoty ZAK und dem Entwicklungsfonds PIR unterzeichnet. Dabei ist vorgesehen, das PIR "Bevorzugter Finanzierungspartner" für die zur Durchführung des Investitionsprojekts zu gründende Projektgesellschaft wird. Laut Vereinbarung soll der Anteil von PIR an der Finanzierung dabei mindestens 25% betragen. "Die Sicherung der Finanzierung für dieses für die gesamte Chemieindustrie Polens strategischen Vorhabens ist ein gutes Beispiel für die Umsetzung der mit dem Programm´Inwestycje Polskie´ verfolgten Ziele, nämlich Investitionen zu ermöglichen, die ein schnelleres Wachstum der polnischen Wirtschaft bewirken", erklärte Schatzminister Włodzimierz Karpiński. Für ein solches Projekt eine langfristige Projektfinanzierung zu finden, sei am Markt deutlich schwieriger als die Bewilligung eines Kredits für einige Jahre. Diese Lücke wolle PIR mit dem Programm "Inwestycje Polskie" füllen. Die neue Propylen-Anlage, die am Chemiestandort Police bei Szczecin gebaut werden soll, wird über eine Jahreskapazität von 400.000 Tonnen verfügen, wovon 150.000 Tonnen für die Schwestergesellschaft Grupa Azoty ZAK bestimmt sind. Die verbleibenden 250.000 Tonnen sind für den Export vorgesehen. Die Finanzierung soll bis zum ersten Halbjahr 2016 abgeschlossen werden, damit noch 2016 der Bau beginnen und die Anlage 2019 fertiggestellt werden kann. Das Investitionsvolumen wird mit 1,7 Mrd. PLN (418 Mio. EUR) angegeben. Ende April hatte Grupa Azoty bereits mit einem Bankenkonsortium unter Beteiligung der staatlichen Förderbank BGK einen Kreditvertrag über einen revolvierenden Kredit in Höhe von 1,5 Mrd. PLN (375 Mio. EUR) mit Laufzeit bis 2020 unterzeichnet. Um weitere Kredite in Höhe von 700 Mio. PLN (172 Mio. EUR) bemüht sich der Konzern bei den europäischen Förderbanken EIB und EBRD. Propylen dient in der der Kunststoffindustrie als Ausgangsstoff für die Produktion von Polypropylen, außerdem wird es u.a. für die Herstellung von Lösungsmitteln, Acrylfarben und Acrylsäure benötigt. Weitere Informationen: grupaazoty.com, www.pir.pl Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Polen
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