| 06.11.2015, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der ifo Index für die Wirtschaft im Euroraum hat im vierten Quartal 2015 um zwei Indexpunkte nachgegeben. Er fiel auf 122,0 Punkte, liegt damit aber weiterhin deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt. Während sich die Beurteilungen zur Lage zwar weiter aufhellten, trübten sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate weiter ein. Die konjunkturelle Erholung im Euroraum setzt sich gedämpft fort. Die Bewertungen zur aktuellen Wirtschaftslage verbesserten sich überall mit Ausnahme von Österreich, Belgien, Spanien, Lettland und Litauen. Dennoch sind die Niveau-Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern sehr ausgeprägt. In Deutschland sowie in der Slowakei, wo sich die Urteile im Vergleich zum Vorquartal sichtbar aufhellten, gilt die aktuelle Lage als gut. Dagegen schätzen die Experten die Lage vor allem in Griechenland und Finnland, aber auch in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Portugal und Zypern weiterhin negativ ein. In den meisten anderen Euroländern ist sie demnach zufriedenstellend. Der wirtschaftliche Ausblick für das kommende halbe Jahr bleibt in allen Ländern positiv, auch wenn in einigen Mitgliedsstaaten die Erwartungen stark zurückgenommen wurden, vor allem in Frankreich, Portugal und Spanien. Dagegen sind die Experten für Irland, Italien, Litauen und Slowenien deutlich optimistischer als noch vor drei Monaten. Die Wachstumsaussichten für die kommenden drei bis fünf Jahre haben sich gegenüber der vorangegangenen Umfrage Ende 2014 von jährlich 1,5 Prozent auf 1,7 Prozent leicht erhöht. Die Inflationsrate für die mittlere Frist (2020) schätzen die Experten im Euroraum auf 1,9 Prozent. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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