| 02.10.2017, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Bayer hat die Kontrolle über die Covestro AG endgültig abgegeben. Wie das Unternehmen am Freitag letzter Woche mitteilte, reduzierte sich mit der Veräußerung von weiteren 6,9 Prozent der Covestro-Aktien für 1 Milliarde Euro der direkt von Bayer gehaltene Anteil jetzt auf 24,6 Prozent. Darüber hinaus hält der Bayer Pension Trust demnach noch 8,9 Prozent. „Damit sind wir unserem Ziel, uns mittelfristig vollständig von Covestro zu trennen, einen großen Schritt nähergekommen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann. Die Käufer haben sich im Rahmen einer Lock-up-Vereinbarung verpflichtet, die erworbenen Anteile mindestens bis zum 11. Dezember 2017 nicht zu verkaufen. Das Kursrisiko dieser Aktien verbleibt aufgrund entsprechender Verträge mindestens bis zum selben Tag bei Bayer. Darüber hinaus wurde ein sogenannter Entherrschungsvertrag zwischen Bayer und Covestro abgeschlossen, mit dem Bayer verbindlich auf die Ausübung bestimmter Stimmrechte bei der Covestro-Hauptversammlung verzichtet. Damit wird sichergestellt, dass Covestro im Bayer-Konzernabschluss nicht mehr voll konsolidiert werden muss. In der Finanzberichterstattung zum 3. Quartal 2017 von Bayer wird Covestro nun als „nicht fortzuführendes Geschäft“ ausgewiesen. Für das fortzuführende Geschäft werden wesentliche Kennzahlen von Bayer wie Umsatz, EBITDA vor Sondereinflüssen, EBIT und das bereinigte Ergebnis je Aktie rückwirkend um Covestro bereinigt. In der Bayer-Bilanz zum 30. September entfallen zudem sämtliche Aktiva und Passiva, die Covestro zugeordnet sind. Dafür werden die verbleibenden Covestro-Anteile zum aktuellen Marktwert angesetzt und ab dem 1. Oktober 2017 nach der At-Equity-Methode bilanziert. Einen entsprechend angepassten Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2017 wird Bayer im Rahmen der Berichterstattung zum 3. Quartal am 26. Oktober 2017 veröffentlichen. Weitere Informationen: www.bayer.de, www.covestro.com |
Bayer AG, Leverkusen
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