| 20.10.2017, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Auf der Fakuma 2017 stellt der Münchner Chemiekonzern Wacker die neue Flüssigsiliconkautschuk-Reihe "Elastosil" LR 5040 vor. Diese Silicone besitzen laut Wacker nach der Vernetzung auch ohne thermische Nachbehandlung eine exzellente Mechanik und enthalten nur wenige flüchtige Substanzen. Dadurch erfüllen sie den Angaben zufolge die strengen regulatorischen Vorgaben für Siliconartikel, die bei sensitiven Anwendungen im Baby Care-, Lebensmittel- oder Medizintechnikbereich gelten. Verarbeiter sollen somit in vielen Fällen auf das Tempern des Siliconelastomers nach der Produktion verzichten können. Siliconartikel, die im Baby Care- oder Lebensmittelbereich eingesetzt werden sollen, dürfen in Europa einen Flüchtigengehalt von höchstens 0,5 Prozent aufweisen. Um diesen Grenzwert einzuhalten, müssen Hersteller häufig thermisch nachbehandeln. Dazu werden die Formteile in einem belüfteten Ofen mehrere Stunden bei Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius ausgeheizt. Dieser Prozessschritt - auch Tempern genannt - bewirkt zweierlei: Er entfernt flüchtige Bestandteile aus dem Elastomer und verbessert auch dessen mechanische Eigenschaften. Diese aufwändige und kostenintensive Prozedur soll jetzt überflüssig werden. „Wir haben "Elastosil" LR 5040 so konzipiert, dass das Siliconelastomer im ungetemperten Zustand bereits heute den strengen regulatorischen Anforderungen für Anwendungen im Baby Care- und Lebensmittelbereich entspricht“, sagt Christian Gimber, Leiter der Business Unit Engineering Silicones beim Münchner Chemiekonzern Wacker. „Damit können unsere Kunden bei der Herstellung von Siliconartikeln für sensible Anwendungen künftig in vielen Fällen auf das Tempern verzichten.“ "Elastosil" LR 5040 vernetze zu einem transluzenten, zartblau schimmernden Elastomer, dessen Flüchtigengehalt ohne thermische Nachbehandlung unter den geforderten 0,5 Gewichtsprozent liegt. Das Silicon besitze bereits ungetempert einen hohen Weiterreißwiderstand, der in der Größenordnung von getemperten hochkerbfesten Standardmaterialien liege. Es verkrafte dadurch mechanische Belastungen, wie sie beispielsweise beim Gebrauch von Trink- oder Beruhigungssaugern vorkommen können. Aufgrund dieser Eigenschaften sei "Elastosil" LR 5040 insbesondere dann das Material der Wahl, wenn Hersteller von Baby Care-, Lebensmittel- oder medizintechnischen Produkten auf eine thermische Nachbehandlung verzichten möchten. Typische Anwendungsbeispiele sind Trink- und Beruhigungssauger, Beißringe, Anti-Kolik-Ventile, Flaschenverschlüsse, Dichtungen für Lebensmitteldosen, aber auch Beatmungsmasken. "Elastosil" LR 5040 lasse sich problemlos im Spritzgussverfahren verarbeiten. Weil die Formteile in vielen Fällen nicht mehr getempert werden müssen, lassen sich laut Wacker Herstellprozesse deutlich verschlanken und hochgradig automatisieren. Auf diese Weise werde eine besonders schnelle, effiziente und kostengünstige Großserienfertigung möglich. Die Produktreihe deckt zunächst den Härtebereich von 30 bis 70 Shore A ab, darunter auch die im Baby Care-Bereich vielseitig einsetzbare Type der Härte 45 Shore A. Im vernetzten, ungetemperten Zustand weiche die tatsächliche Härte des Silicons nur plus/minus 3 Punkte vom vorgegebenen Wert ab. Während der Messe werden am Stand des Dosier- und Mischtechnikexperten Dopag (Halle B5, Stand 5315) Trinksauger aus "Elastosil" LR 5040/45 hergestellt. Weitere Informationen: www.wacker.com Fakuma 2017, Friedrichshafen, 17.-21. Oktober 2017, Halle B5, Stand 5315 Weitere Informationen: www.wacker.com |
Wacker Chemie AG, München
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