| 15.11.2018, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Verein Polysax - Bildungszentrum Kunststoffe Bautzen hat einen neuen Vorstand gewählt. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung haben Lakowa-Geschäftsführer Ralf Liebscher sowie Jörg Schicktanz, Geschäftsführer der Schicktanz GmbH Sohland, den Vorsitz der Oberlausitzer Wirtschaftsinitiative übernommen. „Unser Ziel ist es, die Qualität der Aus- und Weiterbildung in der Kunststoff verarbeitenden Industrie weiter zu verbessern – gerade mit der Herausforderung des bereits bestehenden und kommenden Fachkräftemangels“, sagt Vorsitzender Ralf Liebscher. Bei der „Kooperation ohne Wettbewerb“ gehe es perspektivisch auch um gemeinsame Werbemaßnahmen für die kunststofftechnische Ausbildung, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben – und einen gemeinsamen starken Auftritt als High-Tech-Branche im Land. Neben den beiden Unternehmern aus der Region gehören Prof. Dr.-Ing. Ines Gubsch (Studiengangsleiterin Wirtschaftsingenieurwesen an der BA Bautzen), Prof. Dr.-Ing. Sebastian Scholz (Leiter der Projektgruppe Zittau des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU & Hochschule Görlitz-Zittau), Annett Pischel (Geschäftsführerin Schoplast Plastic GmbH), Axel Mantey (Technischer Geschäftsführer der Gerodur MPM Kunststoffverarbeitung GmbH), Andreas Seibel (Geschäftsführer der DRS Rohrwerke Sachsen GmbH) und Armin Schönfeld (Personalleiter der Jokey Plastik GmbH) dem Polysax-Vorstand an. Den Polysax-Verein haben Betriebe der Kunststoffindustrie im Februar 2009 gegründet, später wurden die Hochschulen der Region mit ins Boot geholt. Die Initiative hat 56 Mitglieder und Mitgliedsunternehmen. Mit dem Landkreis Bautzen gründete der Verbund 2011 ein Technikum in der Bautzener Edisonstraße als Zentrum für die kunststofftechnische Bildung. Derzeit werden dort 80 Jugendliche als Verfahrensmechaniker und Anlagenführer ausgebildet. Zudem gibt es rund 20 Plätze für Umschüler in der Kunststoffbranche. Angeboten wird auch die Meisterausbildung. Das Polysax-Bildungszentrum entwickelt auch speziell auf die aktuellen Trends der Kunststofftechnik zugeschnittene Bildungsangebote für Brancheneinsteiger sowie Fachseminare für Arbeitnehmer. Die Verarbeitung von Kunststoffen hat in der Oberlausitz eine lange Tradition. Die Geschichte vieler heutiger Unternehmen in der Dreiländerregion Deutschland - Polen - Tschechien reicht über 100 Jahre zurück. Aus ehemaligen Wäscheknopf- oder Rucksackfabriken entwickelten sich 1990 moderne, innovative Mittelständler. Fahrzeug- und Schienenfahrzeugbau, Elektroindustrie, Haushaltsindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik und Telekommunikation greifen auf technische Kunststoffteile und Baugruppen aus der Oberlausitz zurück. In gut 90 Unternehmen im Osten Sachsens sind derzeit rund 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Informationen: polysax.de |
Polysax Bildungszentrum Kunststoffe GmbH, Bautzen
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