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06.05.2021, 09:42 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Bachl: Übernahme des Recyclers Romplast - Ausbau der Recycling-Aktivitäten

Michael Küblbeck (l.), CEO der Firmengruppe Bachl, blickte zusammen mit Romplast-Geschäfts­führer Claus Bartholomäus bei seinem Antritts­be­such in Maintal optimistisch in die Zukunft - (Bild: Bachl).
Michael Küblbeck (l.), CEO der Firmengruppe Bachl, blickte zusammen mit Romplast-Geschäfts­führer Claus Bartholomäus bei seinem Antritts­be­such in Maintal optimistisch in die Zukunft - (Bild: Bachl).
Die Firmengruppe Bachl aus Röhrnbach im Bayerischen Wald hat zum 3. Mai 2021 das Recycling-Unternehmen Romplast aus Maintal übernommen. Die Romplast PE-Regenerat GmbH war Teil der insolventen Fischer-Gruppe und produziert bereits seit 1982 Regranulat aus PE-Folie (siehe auch plasticker-News vom 28.04.2021).

Wie es in einer Presseaussendung weiter heißt, handelt es sich für Bachl dabei um einen strategischen Zukauf zur Erweiterung der eigenen Recycling-Sparte, nachdem man bereits vor ein paar Jahren auf dem Gebiet des EPS-Recyclings aktiv geworden ist.

Durch die Übernahme sei sichergestellt, dass auch zukünftig die Kunden von Romplast mit PE-Regenerat versorgt werden, zu denen vor allem Hersteller von Bau- und Verpackungsfolien gehören. In diesen Bereichen wird vermehrt Wert auf die Verwendung von Rezyklaten gelegt, deren Anteil je nach Anwendungsgebiet bei bis zu 100 Prozent liegen kann. So würde beispielsweise die Ziegelindustrie einen Recycling-Anteil von rund 25 Prozent bei der Verpackungsfolie fordern, die Holzindustrie sogar von bis zu 90 Prozent - Tendenz steigend.

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Darüber hinaus ist Bachl selbst Produzent von PE-Folien, bei deren Herstellung Regenerat zum Einsatz kommt. Michael Küblbeck, CEO der Firmengruppe, erklärt: „Romplast ist damit die ideale Ergänzung für den weiteren Ausbau des Recycling-Kreislaufes im eignen Haus und hilft uns die vertikale Wertschöpfung intern und extern weiter voranzutreiben.“

Die Übernahme durch das Familienunternehmen Bachl sorgt vor allem bei der Romplast-Belegschaft für Erleichterung. „Die beiden Firmen verbindet bereits seit vielen Jahren eine enge Geschäftsbeziehung, somit wissen wir, dass wir bei Bachl in einem sicheren Hafen gelandet sind“, so Romplast-Geschäftsführer Claus Bartholomäus, der zusammen mit sämtlichen rund 30 Mitarbeitern dem Unternehmen erhalten bleibt. Dabei sei die Motivation der Belegschaft auch nach Bekanntwerden der Insolvenz ungebrochen gewesen, zumal die wirtschaftliche Schieflage rein auf die Insolvenz der Fischer-Gruppe zurückzuführen gewesen sei und die eigenen Geschäfte stets gut gelaufen seien.

Auch Insolvenzverwalter Dr. Dirk Pehl hätte sich zufrieden gezeigt, dass mit Unterstützung des Transaktionsteams der Wintergerst Societät für Unternehmer-Beratung innerhalb von wenigen Wochen ein Käufer für die Romplast gefunden werden konnte.

Über die Karl Bachl GmbH & Co. KG
Gegründet wurde das Unternehmen Bachl im Jahr 1926 in Deching bei Röhrnbach im Bayerischen Wald. Heute beschäftigt die familiengeführte Firmengruppe gut 2.800 Mitarbeiter im In- und Ausland mit weiteren Werken und Handelsniederlassungen in Tschechien, Ungarn, Österreich, Italien, Polen, Rumänien und Kroatien. Das Leistungsspektrum umfasst die Bereiche Baustofferzeugung, Dämmstoffe, Kunststoffe, Kunststoffrecycling, Bauelemente und zahlreiche Baudienstleistungen im Hoch- und Tiefbau. Neben dem Unternehmensfeld Dämmstoff- und Kunststoffverarbeitung, sowie den Bereichen Baustoffe und Bauelemente, spielt der Sektor mit den Sparten Hoch- und Tiefbau, Straßenbau, Betonfertigteilproduktion, High-Tech-Haus und schlüsselfertiger Industrie- und Gewerbebau eine weitere Hauptrolle im Unternehmen.

Über die Romplast PE-Regenerat GmbH
Seit 1982 stellt Romplast am Produktionsstandort in Maintal hochwertige Sekundärrohstoffe her. Mittlerweile produziert das Unternehmen über 10.000 Tonnen hochwertige Regenerate pro Jahr.

Weitere Informationen: www.bachl.de, www.romplast.de

Karl Bachl GmbH & Co. KG, Röhrnbach

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