| 04.12.2025, 10:30 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Vier Monate nach Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hat der Folienhersteller Treofan eine Investorenlösung erzielt. Geschäftsführung und Investor unterzeichneten die Übernahmeverträge. Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Der Betrieb am Standort Neunkirchen wird bis dahin fortgeführt (siehe auch plasticker-News vom 30.10.2025). Standortfortführung mit reduziertem Personalbestand Der Investor plant, die Produktion von Kondensator- und Verpackungsfolien in Neunkirchen langfristig weiterzuführen. Von derzeit rund 465 Beschäftigten sollen etwa 280 übernommen werden. Hintergrund sind stark rückläufige Umsätze und eine nur zur Hälfte ausgelastete Produktion. Bis zum Übergang im ersten Quartal 2026 sind der Abbau von rund 160 Stellen sowie der Verzicht auf die Verlängerung von etwa 25 befristeten Arbeitsverträgen vorgesehen. Laut der Generalbevollmächtigten Dr. Anna Katharina Wilke ist dies eine notwendige Voraussetzung für eine zukünftige Profitabilität des Standorts. Bewertung durch Sachwalter und Gläubiger Sachwalter Dr. Sebastian Mohrs betonte, dass alle während der Investorensuche eingereichten Konzepte vergleichbare oder höhere Personalanpassungen vorgesehen hätten. Die gefundene Lösung stelle daher aus Sicht von Beschäftigten und Gläubigern ein tragfähiges Ergebnis dar. Die Gläubiger haben der Übernahme bereits zugestimmt. Geplanter Interessenausgleich und Transfergesellschaft Geschäftsführung und Betriebsrat nehmen Gespräche über einen Interessenausgleich mit Sozialplan auf. Für die von Stellenabbau betroffenen 160 Beschäftigten soll eine Transfergesellschaft eingerichtet werden, die Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote für bis zu sechs Monate sowie Unterstützung bei der Suche nach Anschlussbeschäftigungen bietet. Die Finanzierung wird auch durch den Investor ermöglicht. Treofan produziert am Standort Neunkirchen Polypropylenfolien für Verpackungsanwendungen und für den Einsatz in Kondensatoren. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 465 Mitarbeitende und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 149 Mio. Euro. Die Gesellschaft gehört zur global tätigen Jindal-Gruppe. Der Insolvenzantrag vom 4. September erfolgte aufgrund deutlicher Nachfragerückgänge – insbesondere im Verpackungssegment – und anhaltender Verluste seit dem Geschäftsjahr 2023/24. Weitere Informationen: |
Treofan Germany GmbH & Co. KG, Neunkirchen
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