| 09.04.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Rezyklate in Foodgrade Qualität. Ein zentraler Schwerpunkt von Lindner auf der PRSE 2026 ist die Aufbereitung und das Recycling von Post-Consumer-Kunststoffen. Wie sich aus gebrauchten Milchflaschen mithilfe moderner Wasch- und Extrusionstechnologie lebensmitteltaugliches rHDPE-Granulat industriell herstellen lässt, zeigt das Beispiel des nordirischen Recyclingbetriebs "Polymer Matters", v.l.n.r.: Michael Cunningham, CEO von Polymer Matters, Clemens Kitzberger, Business Development Manager Erema Group, Marcel Willberg, Sales Director Lindner Washtech - (Bild: Lindner). Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen Systemlösungen für die Kunststoffaufbereitung sowie Technologien für das mechanische Recycling. Ein besonderer Fokus liegt auf Anwendungen, bei denen hohe Reinheitsanforderungen erfüllt werden müssen, um Rezyklate in regulierten Einsatzfeldern wie Lebensmittel-, Kosmetik- und Hygieneverpackungen nutzen zu können. Lindner deckt im Kunststoffrecycling die Prozessschritte Zerkleinern, Sortieren und Waschen ab und ergänzt sein Portfolio um Service- und Lifecycle-Leistungen. Weltweit installierte Waschlösungen verweisen auf die internationale Projekterfahrung des Unternehmens. Ein zentrales Thema ist die Technologiepartnerschaft zwischen Lindner Washtech und Erema. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, mechanische Aufbereitung und Extrusion in einer durchgängigen Prozesskette zusammenzuführen. Die kombinierte Lösung soll den Recyclingprozess vom Ausgangsmaterial bis zum verarbeitungsfähigen Rezyklat abbilden. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts „Added Values“ wurden Maßnahmen entwickelt, die auf Energieeffizienz, optimierten Materialfluss, hohe Anlagenverfügbarkeit und stabile Prozesse ausgerichtet sind. Dazu zählen einheitliche Schnittstellen, eine durchgängige Anlagenvernetzung über den Austausch von Prozessdaten sowie ein gemeinsamer First-Level-Support. Auch die koordinierte Projektabwicklung ist Teil des Konzepts. Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts ist das Recycling von Post-Consumer-Kunststoffen zu Rezyklaten mit Lebensmitteltauglichkeit. Als Beispiel nennt Lindner das Projekt „Polymer Matters“ in Nordirland. Dort wird rHDPE-Granulat aus gebrauchten Milchflaschen hergestellt. Grundlage ist ein aufeinander abgestimmter Prozess, der Sortierung, Kalt- und Heißwäsche, Extrusion sowie thermische Dekontamination umfasst. Nach Unternehmensangaben wurde im europäischen Zulassungsverfahren die erste Stufe bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erreicht, sodass das Rezyklat bereits für die Herstellung von Milchflaschen eingesetzt werden kann. Das Projekt soll zeigen, dass mechanisches Recycling in Verbindung mit abgestimmten Verfahrensschritten sowohl hohe Rezyklatqualitäten als auch energieeffiziente Prozesse für anspruchsvolle Anwendungen ermöglichen kann. Darüber hinaus kündigt Lindner die Präsentation der Technologie „Flexloop“ an. Dabei handelt es sich um ein von Procter & Gamble entwickeltes Verfahren, für das Lindner die weltweite Exklusivlizenz hält und das für den industriellen Einsatz skaliert wurde. Flexloop basiert auf einem lösungsmittelgestützten Extraktionsprozess, mit dem Verunreinigungen wie NIAS, Gerüche, Klebstoffe oder Druckfarben aus den Polymerketten entfernt werden sollen, ohne das Material selbst zu schädigen. Das Verfahren zielt auf hohe Reinheitsgrade und mögliche Anwendungen in sensiblen Bereichen wie Kosmetik und Hygiene. Im Rahmen der PRSE 2026 ist zudem ein Fachvortrag von Lindner angekündigt. Unter dem Titel „Enabling Food-Grade Approved Recyclate. The Polymer Matters Success Story.“ findet dieser am Mittwoch,den 6. Mai 2026, von 13.10 Uhr bis 13.40 Uhr im Conference Theatre 1 statt. PRS Europe 2026, 5.-6. Mai 2026, Amsterdam, Stand D16 Weitere Informationen: www.lindner.com |
Lindner-Recyclingtech GmbH, Spittal an der Drau, Österreich
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