| 19.05.2026, 12:56 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Hamburger Bioökonomie-Unternehmen traceless materials GmbH hat kürzlich in Hamburg-Harburg seine erste industrielle Großproduktionsanlage eröffnet. In der Demonstrationsanlage werden pflanzliche Reststoffe aus der Agrarindustrie zu einem naturbasierten Material verarbeitet, das als Ersatz für konventionelle Kunststoffe eingesetzt werden kann. Die Anlage markiert einen zentralen Schritt bei der Skalierung der von traceless entwickelten Materialtechnologie. Das patentierte Verfahren basiert auf der Extraktion von Naturpolymeren aus pflanzlichen Reststoffen, ohne deren natürliche chemische Struktur zu verändern. Das daraus entstehende Granulat ist biobasiert, heimkompostierbar und gilt per Definition nicht als Kunststoff. Aufgrund seiner thermoplastischen Eigenschaften kann es mit etablierten industriellen Verfahren weiterverarbeitet werden. Einsatzmöglichkeiten sieht das Unternehmen insbesondere in Bereichen, in denen technisches Recycling nur eingeschränkt möglich ist oder Produkte leicht in die Umwelt gelangen können. Dazu zählen Einwegprodukte, Verpackungen, Papierbeschichtungen und Klebstoffe. Der Produktionsprozess setzt auf nachwachsende Rohstoffe, lokale Lieferketten und einen ressourceneffizienten Ansatz. Nach Unternehmensangaben können Herstellung und Entsorgung im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen 91 Prozent der CO₂-Emissionen einsparen. Der neue Standort in Hamburg-Harburg umfasst rund 4.000 Quadratmeter und bündelt Produktion, Vertrieb, Produkt- und Technologieentwicklung, Logistik sowie Verwaltung. Die Anlage ist auf eine jährliche Kapazität von rund 3.000 Tonnen traceless-Material ausgelegt. Zentrale Anlagenteile wurden bereits in Betrieb genommen. Die Produktion soll in den kommenden Monaten schrittweise hochgefahren werden. Die Anlagentechnik wurde nach Angaben des Unternehmens intern entwickelt. Das traceless-Team umfasst derzeit rund 110 Mitarbeitende. Die bestehende Pilotanlage, die seit 2022 in Buchholz in der Nordheide betrieben wird, soll ebenfalls an den neuen Standort nach Hamburg-Harburg verlegt werden. Das Investitionsvolumen für die neue Produktionsanlage liegt bei mehr als 20 Millionen Euro. Gefördert wurde das Projekt mit rund 5,13 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. traceless materials wurde 2020 gegründet und entwickelt Materialien auf Basis pflanzlicher Reststoffe als Alternative zu fossilen Kunststoffen. Das Unternehmen zählt sich zu den Pionieren einer neuen Generation von Naturpolymer-Materialien und plant bereits den Bau einer größeren Industrieanlage zur weiteren Ausweitung der Produktionskapazitäten. Weitere Informationen: www.bundesumweltministerium.de, www.traceless.eu |
traceless materials GmbH, Hamburg
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