| 22.06.2026, 09:49 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der französische PVC-Produzent Kem One hat mit mehreren Finanzinvestoren eine Grundsatzvereinbarung über einen umfassenden Schuldenabbau und eine weitere Rekapitalisierung unterzeichnet. Laut Pressemitteilung sieht die Vereinbarung eine Reduzierung der Verbindlichkeiten um rund 80% bzw. etwa 720 Mio. EUR sowie die Bereitstellung von zusätzlicher Liquidität in Höhe von 100 Mio. EUR vor. Dabei werden im Rahmen der geplanten Rekapitalisierung die britischen Investmentgesellschaften Monarch Alternative Capital und Arini als neue Hauptgesellschafter zusammen 30 Mio. EUR bereitstellen. Dazu kommen 40 Mio. EUR vom bisherigen Mehrheitseigentümer Apollo Global sowie weitere 30 Mio. EUR aus einer neuen Kreditlinie. Im Ergebnis soll sich die Nettoverschuldung von Kem One auf 154 Mio. EUR reduzieren, wobei bestehende Bankenfinanzierungen u.a. von Bpifrance, LCL und CERA fortgeführt werden. Die Konzernführung soll der Aussendung zufolge an die veränderte Gesellschafterstruktur angepasst werden, indem ein neuer Vorstand mit Vertretern von Monarch und Arini besetzt wird. Der bisherige CEO Vincent Linchet bleibt jedoch weiter im Amt. Der Abschluss der Transaktionen wird vorbehaltlich behördlicher und rechtlicher Genehmigungen für Oktober 2026 erwartet. Das operative Geschäft von Kem One bleibt von der Vereinbarung unberührt, auch für die Beschäftigten des Konzerns werden keine Auswirkungen erwartet. CEO Linchet erklärte: "Diese Vereinbarung gibt Kem One die Möglichkeit, ihre strategischen Prioritäten konsequent zu verfolgen: die Diversifizierung des Absatzes, die Aufrechterhaltung wesentlicher Investitionen in Sicherheit, Umwelt und Anlagenzuverlässigkeit, die weitere Optimierung operativer Prozesse sowie die Fortsetzung des Dekarbonisierungskurses. Wir danken den von Apollo verwalteten Fonds für ihre seit 2022 andauernde Unterstützung als verantwortungsbewusste Anteilseigner und freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit Monarch Alternative Capital und Arini." Die in Lyon ansässige Kem One gehört zu den führenden PVC-Herstellern in Europa. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt knapp 1.500 Mitarbeiter an acht Produktionsstandorten in Frankreich und Spanien, die zusammen über Kapazitäten für 660.000 Tonnen Chlor, 730.000 Tonnen Natronlauge und 870.000 Tonnen PVC im Jahr verfügen. Der Jahresumsatz des Konzerns liegt bei rund 1 Mrd. EUR. Weitere Informationen: www.kemone.com, www.arini.com, www.monarchlp.com |
Kem One, Lyon, Frankreich
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