| 27.07.2026, 09:24 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Eine Umfrage des pro-K Industrieverbandes langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e.V. unter seinen Mitgliedsunternehmen zeigt zunehmende Belastungen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland infolge der Eskalation im Nahen Osten. Im Mittelpunkt stehen steigende Rohstoff-, Energie- und Transportkosten, wachsende Unsicherheiten in den Lieferketten sowie eine sinkende Kalkulations- und Planungssicherheit. Mehr als vier von fünf befragten Unternehmen geben an, stark oder sehr stark von den aktuellen Entwicklungen betroffen zu sein. Kein Unternehmen bezeichnet sich als vollständig unbeeinträchtigt. Die Ergebnisse verdeutlichen damit die hohe Abhängigkeit der Branche von stabilen internationalen Warenströmen, Energiepreisen und Rohstoffmärkten. Besonders ausgeprägt sind die Auswirkungen bei den Beschaffungskosten. Nahezu alle teilnehmenden Unternehmen berichten von höheren Rohstoff- und Transportkosten. Bei mehr als 70 Prozent sind diese Kosten nach eigenen Angaben stark gestiegen. Auch die Energiekosten haben sich bei der überwiegenden Mehrheit erhöht. Die Folgen beschränken sich nicht auf höhere Preise. Mehr als die Hälfte der Unternehmen verzeichnet verlängerte Lieferzeiten und eine deutlich erschwerte Planung. Gleichzeitig berichten zahlreiche Betriebe von einer rückläufigen Nachfrage. Damit treffen steigende Kosten auf eine zunehmend unsichere Absatzentwicklung. Auch die Versorgung mit Rohstoffen wird überwiegend als angespannt eingeschätzt. Zwar ist die Belieferung nach Angaben vieler Unternehmen derzeit noch gewährleistet, die weitere Entwicklung bleibt jedoch schwer vorhersehbar. Trotz der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Anpassungen und einer stärkeren Diversifizierung der Lieferketten nehmen die Unsicherheiten erneut zu. Als Reaktion auf die Belastungen passen viele Unternehmen ihre Verkaufspreise an. Darüber hinaus werden Lagerbestände erhöht sowie alternative Rohstoffe und Beschaffungsquellen geprüft. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen verschiebt bereits geplante Investitionen. Die Zurückhaltung bei Investitionen kann sich insbesondere auf Modernisierungs-, Effizienz- und Transformationsvorhaben auswirken. Betroffen sind damit unter anderem Projekte zur Ressourcenschonung, zur Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Ausrichtung der Produktion. Die gestiegenen Kosten können nur begrenzt weitergegeben werden. Rund drei Viertel der Unternehmen geben an, zusätzliche Belastungen zumindest teilweise auf ihre Kunden übertragen zu können. Zugleich nehmen Preisverhandlungen zu. Erste Unternehmen berichten von verschobenen Projekten und rückläufigen Auftragseingängen. Der Verband sieht vor diesem Hintergrund Handlungsbedarf bei den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dazu zählt insbesondere eine stärkere Diversifizierung der Rohstoffversorgung. Als einen möglichen Ansatz nennt pro-K den weiteren Ausbau der Kreislaufwirtschaft, um die Abhängigkeit von einzelnen Rohstoffquellen und internationalen Lieferwegen zu reduzieren. Der pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e.V. ist Trägerverband des Gesamtverbandes Kunststoff verarbeitende Industrie e.V. Er vertritt Hersteller von Konsum- und Halbfertigprodukten aus Kunststoff gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Weitere Informationen: www.pro-kunststoff.de |
pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e.V., Frankfurt
» insgesamt 282 News über "pro-K" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
PETValue Philippines: Nicht recycelbare Flaschenbestandteile als Brennstoff für die Zementproduktion
Arterex: Neuer ISO-Klasse-8-Reinraum erweitert Medizintechnikfertigung in Mexiko
Autoneum: Zwei neue Werke in China
Colines: Voll ausgestattete 9-Schicht-Gießfolienanlage für Kundentests verfügbar
BASF: Vorläufige Quartalszahlen übertreffen Erwartungen – Ergebnisausblick für 2026 angehoben
Meist gelesen, 10 Tage
BASF: Vorläufige Quartalszahlen übertreffen Erwartungen – Ergebnisausblick für 2026 angehoben
RJG: Niiko Rautiola übernimmt Position des CEO
Autoneum: Zwei neue Werke in China
Wago: Björn Twiehaus ab September neuer CEO
Hera Group: Mehrheitsübernahme an Kronos Polymer Polska
TaipeiPlas 2026: Anmeldung für Aussteller und Besucher gestartet
Meist gelesen, 30 Tage
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Bruchsaler Kunststoffe: Insolvenzantrag gestellt
Festo: Verlagerung der Spritzgussfertigung in die Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|