| 11.11.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Auf der 3. Landesstrategiekonferenz Wissenschaft und Wirtschaft zum Thema Verbundforschung in der Hansestadt Wismar hat Wirtschaftsminister Jürgen Seidel Vertretern der Hochschule Wismar (www.hs-wismar.de) und der norwegischen Jackon GmbH (www.jackon.de) kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von 2 Mio. Euro übergeben. Wismarer Wissenschaftler und Experten des Kunststoffproduzenten arbeiten und forschen an einem expandierbaren Thermoplast der neuen Generation mit deutlich verbesserten Werkstoffeigenschaften sowie an neuartigen Produktionsverfahren. Klimaschutz durch Kunststoffindustrie Der erwünschte Entwicklungsschub soll sich wie am Wismarer Beispiel praktiziert insbesondere durch neue hochwertige und dauerhafte Arbeitsplätze auszeichnen. So plant das skandinavische Unternehmen Jackon bis zum Jahr 2012 seine Produktionskapazitäten zu verdoppeln, 30 Mio. Euro am Standort Wismar zu investieren und bis zu 40 neue Arbeitskräfte zu beschäftigen. Das Werk produziert gegenwärtig in Wismar jährlich mit seinen 76 Mitarbeitern 70.000 t Polystyrol. Der thermoplastische Grundstoff wird in der weiterverarbeitenden Industrie zum Teil bis auf das achtzigfache Volumen aufgeschäumt und hauptsächlich als Verpackungsmaterial oder als Dämm- und Isolierstoff im Bau eingesetzt. In Kooperation mit dem zur Hochschule Wismar gehörenden Institut für Oberflächen- und Dünnschichttechnik (IFOD, hermes.et.hs-wismar.de/ifod/) und dem Institut für Polymertechnologien e.V. (www.ipt-wismar.de) sollen durch Beimischung von festen Nanopartikeln die Druckfestigkeit und Wärmeisolation der Endprodukte um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Dabei ist die Aufgabe der Wismarer Werkstoffexperten, die stabilisierenden Nanoteilchen in Pulverform wie beispielsweise Kohlenstoff, Silizium oder Graphit gleichmäßig im aufgeschäumten Kunststoff zu verteilen. Die optimale Mischung soll den Übergang in eine neue Generation an Polymeren eröffnen, die zu einer erheblichen Reduzierung des Materialaufwandes und wesentlich besseren Umweltwerten führt. Parallel dazu testen die Norweger in Wismar in einem Forschungsreaktor ein von ihnen entwickeltes, weltweit neues Produktionsverfahren, in dem Polystyrol nicht mehr nur aus flüssigen, sondern aus festen und flüssigen Bestandteilen hergestellt wird. Der so genannte Seed-Prozess (Seed = Saatkorn) ermöglicht dem Wismarer Unternehmen, vielfältig einsetzbare Spezialpolymere für wachsende klimaschonende Zukunftsmärkte herzustellen. |
Hochschule Wismar, Wismar
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