| 30.11.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Bei der Kunststofftechnik hatte die Universität Leoben in Österreich bisher eine Monopolstellung. Das Polymere Competence Center Leoben (PCCL) war Zentrum der Kunststofftechnik-Forschung. Viele oberösterreichische Betriebe waren Partner des PCCL. Doch der Industrie ging in Leoben zu wenig weiter. Borealis etwa bot Leoben und Linz gleichermaßen Unterstützung für den Fall an, dass die Kunststofftechnik ausgebaut würde. Denn die Kunststoffbranche in Österreich bräuchte pro Jahr 100 Fachkräfte mit Universitätsabschluss, die Universität Leoben brachte aber nur 15 hervor. Die Johannes Kepler Universität (JKU) baute daraufhin in Linz mit Unterstützung des Landes die Universität in diese Richtung aus und der renommierteste Professor Leobens für dieses Fachgebiet, Reinhold Lang, wechselte nach Linz (Siehe auch plasticker-News vom 10.3.2008). Etliche Unternehmen, darunter Borealis, aber auch die Universität Linz, stiegen aus dem PCCL aus und bemühen sich um eigene Forschungsprojekte. Dies wird in Leoben quasi als eine Mischung aus unlauterem Wettbewerb und Majestätsbeleidigung betrachtet. Offenbar soll verhindert werden, dass Linz neben dem Bachelor-Studium auch noch ein weiterführendes Master-Studium anbietet. Auch die Unterstützung durch den Bund für Linz soll so gering wie möglich gehalten werden. Dabei geht es um zwölf Millionen Euro. Die Finanzierung genau für diesen Master-Studiengang für Linz forderten nun Vertreter der oberösterreichischen Industrie im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien Ende letzter Woche vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Nach Angaben der OÖ Nachrichten (www.nachrichten.at) will Bildungsminister Johannes Hahn diese Woche eine Entscheidung hierzu treffen. Weitere Informationen: www.jku.at, www.bmwf.gv.at |
Johannes Kepler Universität Linz, Linz, Österreich
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