| 02.08.2016, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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![]() AD*STAR-Zementsäcke werden aus widerstandsfähigem Polyproplenbändchengewebe hergestellt. Die Sackböden werden in einem eigens entwickelten Verfahren verschweißt - (Bild: Starlinger). Was bei Kunststofftragetaschen im täglichen Gebrauch ein viel diskutiertes Thema ist, spielt auch bei Verpackungen im industriellen Bereich eine immer größere Rolle: die Auswirkungen auf die Umwelt. Den Beweis, dass Verpackungslösungen aus Kunststoffgewebe genau hier punkten können, erbringt nun eine neue Studie, in der unterschiedliche Zementverpackungen miteinander verglichen wurden. ![]() AD*STAR-Zementsäcke im Vergleich mit genähten Zementsäcken aus Polypropylengewebe, China - (Grafik: Starlinger). Die Resultate seien eindeutig: die von Starlinger entwickelten AD*STAR-Säcke punkten demnach hier nicht nur beim Treibhauspotential mit den geringsten Werten, sondern sollen auch in den Bereichen Versauerungspotential (Saurer Regen), Ozonabbaupotential, Photooxidantienbildung (Ursache von Sommersmog), Energieverbrauch sowie Wasserverbrauch am umweltfreundlichsten sein. Niedrige Bruchraten, daher geringes CO2-Äquivalent Ein ausschlaggebender Faktor für das positive Abschneiden der AD*STAR-Säcke seien die niedrigen Bruchraten im Verlauf des Lebenszyklus der Säcke. Für die Herstellung der in der Studie untersuchten AD*STAR-Säcke wurde sowohl in China als auch in Saudi Arabien 100 Prozent PP-Neuware verwendet. Der spezielle Produktionsprozess sorgt dafür, dass AD*STAR-Säcke extrem leicht und trotzdem äußerst widerstandsfähig sind. Diese Haltbarkeit und Festigkeit resultiere in tatsächlichen Bruchraten von unter einem Prozent im gesamten Lebenszyklus, während bei Papiersäcken und genähten Säcken die Bruchraten zwischen 2,3 Prozent und 4,4 Prozent liegen würden. Das bedeute: Werden AD*STAR-Säcke verwendet, muss weniger Zement nachproduziert werden und der Bedarf an Säcken sei wesentlich geringer – es entstehen demnach weniger Treibhausgase. Großes Einsparungspotenzial bei Treibhausgasen Die Studie untersucht die Umweltwirkungen der Säcke im gesamten Lebenszyklus, also vom Rohstoff bis zur Entsorgung der Säcke. Die Rohstoffproduktion, Herstellung der Säcke, Befüllung, Transport und Lagerung bis zur Entsorgung – mittels Deponierung, Recycling oder thermischer Verwertung – wurden analysiert. Starlinger hat die Studie mit Vergleichsprodukten aus China und Saudi Arabien in Auftrag gegeben, weil in beiden Ländern die jeweiligen untersuchten Zementverpackungen den größten Anteil am Zementmarkt aufweisen. In China, dem weltweit größten Zementhersteller, werden zum Beispiel pro Jahr etwa 20 Milliarden genähte Zementsäcke aus Polypropylengewebe mit Rezyklatanteil produziert. In der Studie wurden in einem Fall Säcke aus 50 Prozent Neuware gemischt mit 50 Prozent Recyclingmaterial, im zweiten Fall aus 100 Prozent Recyclingmaterial produzierte Säcke untersucht. Die Sackqualität ist vergleichsweise niedrig, da für die Herstellung größtenteils stark degradiertes Recyclingmaterial verwendet wird. Um dennoch eine akzeptable Festigkeit zu erreichen, ist ein höheres Gewebegewicht erforderlich. Durch das Zunähen der Sackenden wird das Material noch zusätzlich um bis zu 50 Prozent geschwächt. Die genähten Zementsäcke haben eine deutlich höhere Bruchrate und verursachen deshalb beträchtliche Zementverluste, die durch Nachproduktion kompensiert werden müssen. Durch eine Umstellung auf AD*STAR-Zementsäcke soll laut Starlinger nicht nur die in diesem Zusammenhang entstehende Menge an CO2 deutlich reduziert und die Umwelt entlastet werden, es soll sich auch die gesamte Zementabfüll- und Transportkette viel stärker automatisieren lassen – ein Prozess, der angesichts der aktuellen Investitionen in moderne Anlagen im chinesischen Zementsektor bereits im Gange sei. Saudi Arabien setzt – obwohl einer der größten Hersteller und Exporteure von Kunststoffgranulaten weltweit – bei der Verpackung von Zement auf importiertes Papier. Im Rahmen der Studie wurden daher zweilagige und dreilagige Säcke aus Kraftpapier analysiert. Eine Umstellung auf die wesentlich widerstandsfähigeren AD*STAR Säcke würde hier nicht nur unzählige Tonnen an Zementverlusten, verursacht durch Sackbruch, einsparen, sondern auch den Rohmaterialeinsatz für die Sackproduktion wesentlich verringern und lange Transportstrecken vermeiden. Die gesamte Wertschöpfung der Rohmaterial- und Sackherstellung könnte so im eigenen Land generiert werden. Weltweit mehr als 7,5 Milliarden Säcke/Jahr Die weltweit verwendeten AD*STAR-Kastenventilsäcke wurden vom österreichischen Maschinenbauer Starlinger & Co. Ges.m.b.H. entwickelt und patentiert. Das Unternehmen gilt als ein führender Anbieter von Maschinen und kompletten Anlagen zur Erzeugung gewebter Kunststoffverpackungen und hat nach eigenen Angaben bereits AD*STAR-Produktionsanlagen für eine jährliche Kapazität von mehr als 7,5 Milliarden Säcken auf der ganzen Welt installiert. Weitere Informationen: www.starlinger.com |
Starlinger & Co. GmbH, Wien, Österreich
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