| 19.04.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Kurz vor dem Start der Resale 2010 am 21. April auf dem Karlsruher Messegelände haben die Kölnmesse GmbH und die Hess GmbH angekündigt, ab 2011 (6. bis 8. April) eine neue Messe für Gebrauchtmaschinen namens Usetec - und damit eine direkte Konkurrenzveranstaltung zur Resale - zu initiieren. Hess hatte die Resale vor rund 15 Jahren mitgegründet. Die Messe Karlsruhe und Hess sind jeweils hälftig an der Veranstaltung beteiligt. Laut Geschäftsführer Florian Hess werden nun, mit Abschluss des letzten Messetags der diesjährigen Resale, die Namensrechte komplett auf die Messe Karlsruhe übergehen. Die hat bereits angekündigt, das Projekt mit der Messegesellschaft Stuttgart weiterzuführen und künftig dort zu veranstalten. Im Ergebnis könnten im kommenden Jahr in Stuttgart und Köln nahezu zeitgleich zwei Gebrauchtmaschinen-Messen stattfinden. Einer der Treiber der neuen Messe sei der Fachverband des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels (FDM) gewesen, erklärt Florian Hess. Der habe unter anderem die weitgehenderen Möglichkeiten der Internationalisierung mit der Kölnmesse gesehen. Auch in der neuen Konstallation sei Hess wieder mit 50 Prozent an der Veranstaltung beteiligt. Zudem dürfe er sämtliche Daten und Informationen aus den bisherigen Aktivitäten mit der Messe Karlsruhe weiter nutzen. Als Minimalziel für Köln sieht Hess zur Auftaktveranstaltung im Jahr 2011 eine Aussteller- und Besucherzahl wie zur Resale 2009 (etwa 520 Aussteller und 10.000 Besucher). Für 2010 weist die Veranstaltung aktuell etwa 470 Aussteller aus. Außerdem sieht er in Köln einen deutlich stärkeren Anteil kunststoffaffiner Aussteller, der in Karlsruhe in diesem Jahr voraussichtlich nur zwischen 10 und 15 Prozent liegen wird. Ob im kommenden Jahr zwei zeitgleiche Messen mit sehr ähnlichem Ausstellungsspektrum und nahezu gleichen Besucherzielgruppen wirtschaftlich veranstaltet werden können, scheint mehr als zweifelhaft. Die Messe in Köln wird alle Register in ihrem internationalen Netzwerk ziehen. Zudem steht hier der Branchenverband FDM als fachlicher Träger hinter den Veranstaltern, und der wird sicher alles tun, um erfolgreich zu sein. Er wird sich schließlich vor seinen Mitgliedern für die Entscheidung rechtfertigen müssen. Und nicht zuletzt dürfte das Einspannen von Hess als Plus zu verbuchen sein: 15 Jahre Erfahrung in der Ausstellerakquisition und Messeorganisation in diesem recht komplizierten Umfeld dürften Wirkung zeigen. Sicher versprechen sich die Stuttgarter vom eingeführten Namen einigen Nutzen, vor allem bei internationalen Kunden. Ob das ausreicht, scheint fraglich. Insgesamt bleibt der Eindruck: Offensichtlich haben einmal mehr "politische" Erwägungen die fachlichen und betriebswirtschaftlichen Argumente überholt. Weitere Informationen: www.usetec-germany.com |
Kölnmesse GmbH, Köln
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