| 04.05.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Preisverleihung, v.l.n.r.: Martin Snijder (GreenGran), Michael Carus (nova-Institut), Daniel Ridge (Propper), Peter von Hoffmann (Coperion), Oliver Schmid (Propper), Peter Rushe (Henkel), Carolin Wiegand (Henkel). Den begehrten ersten Platz erreichte die Propper GmbH aus Bayern für ihren Werkstoff Proganic®, der in Konsumgütern wie Gießkannen, Blumentöpfen, Eierbechern und -löffeln eingesetzt wird. Das Besondere: Der Werkstoff Proganic® besteht primär aus Polyhydroxyalkanoat (PHA), Carnauba Wachs und natürlichen mineralischen Füllstoffen. PHA wird von Bakterien aus Stärke oder Zucker gewonnen. Propper nutzt diesen bio-basierten Kunststoff nach eigenen Angaben weltweit erstmalig in einer Konsumgüter-Serie. Auch in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, sei eine Vielzahl weiterer Produkte geplant. Zweiter Platz: Naturfaserverstärkter Kunststoff für Spritzgussanwendungen Auf den zweiten Platz kam das Unternehmen GreenGran B.V. aus den Niederlanden für das Material GreenGran, das in einem Joint-Venture in China produziert wird. Es handelt sich dabei um einen naturfaserverstärkten Kunststoff für Spritzgussanwendungen. Zum Einsatz kommen verschiedene Bastfasern wie Jute, Flachs oder Hanf und als Matrix Polypropylen oder auch bio-basierte Kunststoffe wie PLA. Als in Frankreich am Markt eingeführtes Produktbeispiel dient das Universal-Ladegerät "BioCharger", das aus juteverstärktem Polypropylen hergestellt wird. Das Besondere an dem Material von GreenGran sind seine mechanischen Eigenschaften, die in Festigkeit und Steifigkeit Werte von glasfaserverstärktem PP erreichen sollen, dabei aber eine geringere Dichte aufweisen. Dritter Platz: PLA-basierter Biowerkstoff Artic Auf den dritten Platz kam die Henkel AG mit ihrem neuen PLA-basierten Biowerkstoff Artic, aus dem in Kürze die neue Serie von Büroartikeln hergestellt werden soll. In Hannover wurde Artic in der Anwendung "Pritt ECOmfort Korrekturroller" präsentiert. Es ist ein bedeutsamer Schritt, dass ein weltweit agierender Konzern in einem seiner Markenprodukte bio-basierte Kunststoffe einsetzt. Alle drei Preisträger legen Zeugnis für die rasche Entwicklung der Biowerkstoffe ab. Wurde gerade der Bereich der Biokunststoffe bislang von kurzlebigen Anwendungen im Verpackungsbereich dominiert, bei denen die biologische Abbaubarkeit im Vordergrund stand, so finden die Biowerkstoffe der drei Preisträger ihren Einsatz in dauerhaften Anwendungen. Im Mittelpunkt steht nun "bio-basiert" und die biologische Abbaubarkeit ist nur noch eine mögliche Option am Lebensende der Produkte. Wer den 3. Biowerkstoff-Kongress verpasst hat, kann die ca. 20 Vorträge von führenden Unternehmen der Branche (DuPont, Ford, Innovia Films, Johnson Controls Interior, NatureWorks, Novozymes, PURAC Biochem, Werzalit) ab Mitte Mai für 100,00 € plus 19 % Umsatzsteuer im nova-Shop herunterladen (www.nova-shop.info). Weitere Informationen: www.biowerkstoff-kongress.de, www.nova-institut.de |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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