| 22.09.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nach einem schwierigem Jahr 2009 mit einem Rückgang bei Schaumkunststoffen und Polyurethanen in einigen Bereichen von bis zu 30 % erwartet der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane FSK 2010 ein deutlich besseres Ergebnis: „Wir rechnen 2010 mit einem Umsatzvolumen der Branche von rund 8,6 Mrd. Euro bei einer Menge von rund 1,7 Mio. Tonnen an verarbeiteten Schaumkunststoffen und Polyurethanen in Deutschland.“, prognostiziert der FSK Geschäftsführer Dr. Hans-W. Schloz anlässlich der FSK Jahrestagung im September das laufende Jahr. Deutschland verarbeitet rund 30 % des westeuropäischen Marktes an Schaumstoffen aus Polyethylen, Polypropylen, XPS, EPS, Melaminharzschaum, PVC-Schaum, Kautschuk-Schaum und Polyurethane. Nicht enthalten sind harte Thermoplastschäume wie z.B. für Hartschaumplatten oder Pflanzträger. Der Umsatz für das Jahr 2009 lag mit rund 7 Mrd. EUR bei rund 1,5 Mio. Tonnen verarbeiteter Menge an den genannten Werkstoffen deutlich unter den Vorjahren. Polyurethan gehört bei den vom FSK vertretenden Werkstoffen nach Gewicht zu dem am meisten verarbeiteten Werkstoffen. Mit Polyurethan werden nicht nur Autositze bzw. Autobauteile oder Dämmstoffe geschäumt, sondern auch harte Gehäuseteile, Lacke, Klebstoffe und halbharte Bauteile hergestellt. Dies falle, so FSK Geschäftsführer Dr. Schloz, deutlich mehr ins Gewicht als beispielsweise der nach Kubik abgerechnete und erfasste Melaminharzschaum, der zu den leichtesten Spezialschäumen überhaupt gehört. Vor allem der Bausektor und einige Consumerbereiche hätten sich gerade in den schwierigen Monaten und 2009 positiv entwickelt. Derzeit seien neben dem Bausektor gerade der Automobilbereich und die vielen technischen Spezialitäten in Industrieanwendungen Stütze der Aufwärtsentwicklung. Bei allen Schaumkunststoffen und Polyurethanen lag 2009 der Baubereich bei rund 29 %, Fahrzeug bei 13 %, Möbel und Matratzen bei 23 %, Lacke/Farben/Schuhe/Consumer bei 23 % und die unzähligen technischen Anwendungen bei 12 %. Mit Sorge blickt der FSK allerdings auf die Rohstoff- und Energiepreise. Dies verteuere sowohl über den Energie- als auch den Rohstoffeinkauf die Produktion wieder deutlich und gefährde die zaghafte konjunkturelle Aufwärtsentwicklung. Hohe Umsätze bei hohen Preisen und geringem Gewinn bis hin zu leichten Verlusten gab in den „Boom-Jahren“ 2007 und Anfang 2008 den Ausschlag dafür, dass zahlreiche Zulieferer, insbesondere im Automobilbereich, nach dem Konjunktureinbruch „sofort in die Knie gegangen sind und Insolvenz haben anmelden müssen“ so Schloz. Auch einige Mitgliedsunternehmen im FSK und in der Branche sind dieser Entwicklung zum Opfer gefallen – so der FSK. Rohstoffpreisspekulationen und Verteuerung des Energiemarktes u.a. auch durch die Steuerbelastung drücke gewaltig auf die Preise und die Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Informationen: www.fsk-vsv.de |
Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V., Frankfurt am Main
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