| 16.05.2011, 11:42 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Bayer MaterialScience treibt nach eigenem Bekunden die Vorbereitungen zum Ausbau der Produktion im Chempark Dormagen voran. Im April wurden bei der Bezirksregierung Köln die Genehmigungsanträge für eine neue Hightech-Anlage zur Herstellung der Chemikalie TDI eingereicht. In einer Informationswoche ab Montag, 16. Mai, wird Bayer MaterialScience Politik, Medien und Nachbarschaft über den aktuellen Stand informieren. Die geplante Investition soll sich auf rund 150 Millionen Euro belaufen. Mit der Entscheidung der Behörde werde Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres gerechnet. Die neue Anlage soll eine Kapazität von 300.000 Tonnen im Jahr haben und die bestehenden Anlagen in Dormagen und Brunsbüttel ersetzen. TDI (Toluol-Diisocyanat) ist ein wichtiges Vorprodukt für Polyurethan-Weichschaum, der sich in vielen Dingen des täglichen Lebens findet. "Die Kunststoffbranche erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach TDI langfristig zunimmt. Mit dem effizienten, nachhaltigen Produktionsverfahren, das in der geplanten Anlage zum Einsatz kommt, wollen wir frühzeitig unsere weltweit führende Position in diesem Zukunftsmarkt weiter ausbauen", sagt Peter Vanacker, Mitglied des Executive Committee und Leiter der Business Unit Polyurethanes von Bayer MaterialScience. "Diese Investition ist ein Bekenntnis zum Industriestandort Nordrhein-Westfalen. Sie soll Dormagen als globales TDI-Technologiezentrum stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Chemparks Dormagen sowie die Arbeitsplätze im Betrieb und in der Region dauerhaft sichern", erklärt Dr. Tony Van Osselaer, im Executive Committee von Bayer MaterialScience zuständig für Produktion und Technologie. Der Abgabe des Genehmigungsantrags sei bereits eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung des Projekts vorangegangen. Deren Rahmen wurde im April 2010 festgelegt. Mit der Ausführung der Untersuchung beauftragte Bayer MaterialScience dann den TÜV-Süd. Das TÜV-Gutachten zur Umweltverträglichkeit ist Teil des Genehmigungsantrags und wird von der Behörde mit geprüft. Die Untersuchung habe keine nachteiligen Auswirkungen von Zusatzbelastungen aus der geplanten Anlage für angrenzende Wohngebiete und Freiflächen oder für im weiteren Umfeld befindliche Naherholungs- und Naturschutzgebiete ergeben, fasst Dieter Kuhne, Leiter der TDI-Produktion in Dormagen, die Ergebnisse zusammen. Das neue TDI-Verfahren sei ein Meilenstein hinsichtlich Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Produktivität und erfülle höchste Sicherheitsstandards. "Wir sehen daher den Ergebnissen der behördlichen Prüfung zuversichtlich entgegen und hoffen natürlich auch auf weiterhin positive Reaktionen und politische Akzeptanz aus der Region für unser Projekt", betont Kuhne. Unterlagen öffentlich einsehbar Das Verfahren zur Genehmigung einer solchen Anlage ist gesetzlich festgelegt und läuft nach bundesweit einheitlichen Standards ab. Die eingereichten Unterlagen enthalten Informationen zu den eingesetzten Stoffen, technischen Verfahren und Apparaten sowie Konstruktionspläne der Gebäude und Anlagen. Außerdem werden Angaben zum Arbeits- und Brandschutz, zur Sicherheit und zur Verhinderung von Störfällen sowie der Begrenzung möglicher Auswirkungen gemacht. Wenn die Bezirksregierung bestätigt, dass die Unterlagen vollständig sind, setzt sie einen Termin zur Auslegung fest: In den Kommunen Dormagen, Köln und Monheim liegen die Dokumente dann vier Wochen zur Einsichtnahme öffentlich aus. Der genaue Zeitraum der Offenlage sowie die geltenden Fristen werden zuvor öffentlich bekannt gemacht. Innerhalb der Offenlegungsfrist können schriftlich Einwendungen erhoben werden. Diese werden anschließend im Rahmen eines Erörterungstermins, einer öffentlichen Sitzung, behandelt. Danach trifft die Behörde die Entscheidung über den Genehmigungsantrag. |
Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
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