| 03.04.2012, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Insolvenzverwalter des russischen Kunststoffverarbeiters Omsk-Polimer hat eine Auktion für sämtliche Aktiva des Unternehmens angekündigt. Laut Medienberichten fiel die Entscheidung, nachdem bei der getrennten Ausschreibung einzelner Vermögenswerte des insolventen Unternehmens im Februar und im März keine Angebote eingegangen waren. Den Angaben zufolge sollen nun am 30. April sämtliche Immobilien, Transportmittel sowie die Anlagen des Unternehmens zur Produktion von Kunststoffartikeln, Verpackungsmitteln und Farben in einem Los unter den Hammer kommen. Das Startgebot wurde auf 1,094 Mrd. RUB (28,1 Mio. EUR) festgelegt, für die Teilnahme an der Auktion ist Garantieeinlage in Höhe von 10% des Startgebots erforderlich. Die Verbindlichkeiten der 2005 auf der Basis des insolventen Chemieunternehmens OmskKhimProm entstandenen Omsk-Polimer werden in den Meldungen mit insgesamt mehr als 7 Mrd. RUB (180 Mio. EUR) beziffert, größter Gläubiger ist demnach die kasachische BTA Bank mit Forderungen von über 6 Mrd. RUB. Als Eigentümer des Unternehmens gilt die in Großbritannien registrierte Laplaus Group, die wiederum von Investoren aus Kasachstan kontrolliert werden soll. Die angeschlagene Omsk-Polimer stand bereits seit Juni 2010 unter der Aufsicht eines Sanierungsverwalter, im November 2010 eröffnete dann das Wirtschaftsgericht in Omsk das Insolvenzverfahren über das Unternehmen, das daraufhin seine Produktion einstellen musste. Seit Ende vergangenen Jahres nutzt das Moskauer Unternehmen Rekon-Polimer im Rahmen einer Vereinbarung mit der BTA Bank Kapazitäten von Omsk-Polimer zur Produktion von Einweggeschirr aus Polystyrol. Berichte aus dem Frühjahr 2011 über ein angebliches Interesse der deutschen Chemiekonzerne BASF und Bayer an einem Engagement bei Omsk-Polimer wurden in der Folgezeit nicht bestätigt. Als ein weiterer Interessent an einer Übernahme des Unternehmens wurde zudem die in Omsk ansässige Titan-Gruppe genannt, die im Chemiesektor u.a. mit den Unternehmen Omskij kauchuk und EkoOil aktiv ist und am Bau eines neuen Werks zur Produktion von Polypropylen beteiligt ist. Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Russland
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