| 15.05.2012, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
IKV realisiert Bauteile mit Polyurethanmatrix in fünf Minuten Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Polyurethan-Sprühprozesses zur Herstellung von FVK-Bauteilen mit hohen Faservolumengehalten in kurzen Zykluszeiten. Dieser schnelle und vollautomatisierte Fertigungsprozess für faserverstärkte Strukturbauteile soll zum großserientauglichen Verfahren geführt werden. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in der Forschergruppe 860 „Neue Prozessketten für endlosfaserverstärkte Kunststoffbauteile: Integration von Preformen, Imprägnieren, Formen und Vernetzen“. Als Matrixwerkstoff dienen kompakte Polyurethane, die sich durch eine sehr große Bandbreite ihrer Eigenschaften auszeichnen. Durch die in weiten Bereichen einstellbare Reaktionskinetik bieten sie viele Vorteile. Zur Herstellung der FVK-Bauteile werden textile Halbzeuge mit gerichteten, nicht kompaktierten Endlosfasern mittels Sprühtechnik imprägniert. Als Matrixmaterial dient ein nicht-schäumendes Polyurethan des Typs „Baypreg“ der Bayer MaterialScience AG, Leverkusen. Dazu wurde im IKV-Technikum für faserverstärkte Kunststoffe, mit Unterstützung der KraussMaffei Technologies GmbH, München, ein Polyurethansprühzentrum aufgebaut. Der Matrixauftrag und die Vorimprägnierung der trockenen Preforms erfolgen auf einem vakuumunterstützten Imprägnierwerkzeug innerhalb von 30 Sekunden. Die vollständige Konsolidierung und Vernetzung der imprägnierten textilen Halbzeuge erfolgt in einem neu entwickelten Presswerkzeug. Das Presswerkzeug wird bei 100 °C isotherm betrieben und ermöglicht, überschüssiges Harz in geregelte Nebenkavitäten abzuströmen. Durch die Kombination des Sprühprozesses und der angepassten Presstechnik können Bauteile mit den Abmessungen von 500 x 500 x 3 mm³ und einem Faservolumengehalt von über 50 Prozent in Zykluszeiten von weniger als fünf Minuten hergestellt werden. Die ursprünglich angestrebte Prozesszeit von zehn Minuten wird damit mehr als halbiert und soll durch die Anpassung der chemischen Zusammensetzung des Polyurethans weiter reduziert werden. Das IKV dankt der DFG für die Förderung dieses Teilprojekts 4 innerhalb der Forschergruppe 860. Weitere Informationen: www.ikv-aachen.de |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
» insgesamt 316 News über "IKV" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Moretto: Peripheriespezialist startet europäische Roadshow für Kunststoffverarbeiter
Borouge Group International: Gründung abgeschlossen
Tramaco: Neuer Haftvermittler für TPO- und PP-Beschichtungen
Engel: Spritzgießmaschinenhersteller mit eigener Niederlassung in Spanien
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|