| 23.05.2012, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Greiner Gruppe steigerte 2011 nach eigenen Angaben erneut ihre Umsätze. Der Internationalisierungsprozess und die Stärkung der Kernkompetenzen werden dabei als Wegbereiter für ein ertragsorientiertes Wachstum betrachtet. Die Greiner Holding AG (GHO) und die Greiner Bio-One International AG (GBO) sind im Geschäftsjahr 2011 weiter gewachsen. „Wir verfolgen die Strategie ertragsorientiert zu wachsen. Mit der Stärkung der Kernkompetenzen und den Eintritt in wachstumsstarke Länder haben wir 2011 einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Gruppe gesetzt“, sagt Vorstandsvorsitzender Dipl.-Bw. Axel Kühner. Der Umsatz der GHO stieg um 7,6% auf 882,6 Mio. Euro, jener der GBO um 1,6% auf 316,2 Mio. Euro. „Das Umsatzwachstum 2011 war im Vergleich zum Vorjahr moderat, zurückzuführen auf die stark volatilen Rohstoff- und Fremdwährungsmärkte“, so Finanzvorstand Mag. Hannes Moser. Die GHO investierte 2011 rund 66 Mio. EUR (+15 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr); die GBO rund 36,5 Mio. EUR (-6,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr). In beiden Unternehmensgruppen wurde vor allem in die Modernisierung und Steigerung der Produktivität investiert, heißt es weiter. Fortschreitende Internationalisierung „Wir sehen vor allem in China, Indien und Südafrika viel Potenzial für unsere Aktivitäten“, so Kühner. In China wurde 2011 ein Produktionsstandort der Greiner Perfoam vorbereitet, der im Mai 2012 in Betrieb ging. Greiner Bio-One ist 2011 in China ein Joint-Venture mit ihrem langjährigen Handelspartner Beijing SunsReal eingegangen und hat somit ihre Marktpräsenz gestärkt. Greiner Packaging hat mit der Akquisition der Amplast – einem der größten Mitbewerber – in Rumänien ihre Marktposition gestärkt. Die Greiner Gruppe ist weltweit mit 132 Produktions- und Vertriebsstandorten in 31 Ländern tätig. Kernmarkt der GHO ist Europa mit einem Umsatzanteil von mehr als 90%. In der GBO entfallen mehr als 50% des Umsatzes auf Europa, 20% auf Nordamerika und mehr als 16% auf Asien. Stärkung der Kernkompetenzen „2012 legen wir einen besonderen Fokus auf die Stärkung unserer Kernkompetenzen auf Basis der Diversifikation“, so Kühner. 2010 wurden alle Unternehmen, die nicht Kerngeschäft der Greiner Gruppe sind, in die Greiner Technology & Innovation (GTI) gebündelt. Die GTI umfasst heute die Bereiche erneuerbare Energie, Aerospace, Haustechnik und Automotive und Werkzeuge. Nach der Akquisition und Restrukturierung der Solarunternehmen will man sich 2012 besonders auf den Bereich der erneuerbaren Energie konzentrieren und die Marktposition stärken. Die anderen Unternehmen der GTI sollen evaluiert und nach strategischem Weiterentwicklungspotenzial bewertet werden. Die Evaluierung des Automobilzulieferbetrieb Perfoam mit Sitz in Enns sei bereits abgeschlossen. Das Weiterentwicklungspotenzial der Perfoam wird in der bestehenden Form als zu gering betrachtet, um langfristig am Markt nennenswert zu wachsen. „Nach eingehender Prüfung haben wir uns entschlossen für die Perfoam einen strategischen Partner zu suchen. Wir sind für alles offen sofern es dem Unternehmen zu Gute kommt“, sagt Kühner. Die Greiner Perfoam produziert für die Premium-Fahrzeughersteller funktionelle Sichtteile für den Interieurbereich und für den Kofferraum. Die Evaluierung der weiteren GTI-Unternehmen soll noch bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Ausblick und Risikoabschätzung „Trotz der ungewissen Entwicklung des Euros und der instabilen Lage der Industrieländer gehen wir für 2012 von einem positiven konjunkturellen Umfeld aus“, sagt Moser. Die Rohstoffpreisentwicklung werde im verbleibenden Jahr 2012 wieder eine wichtige Rolle für die Geschäftsentwicklung spielen, da erneut von einer starken Volatilität ausgegangen wird. Greiner rechnet daher mit einem moderaten Umsatzwachstum. „Produktseitig kommen wir heuer mit einigen Innovationen auf den Markt. Vor allem in den Bereichen erneuerbare Energie, Schaumstoff und Werkzeugbau werden wir unsere Innovationskraft unterstreichen“, so Kühner. Die Internationalisierung soll 2012 weiter Form annehmen. Zwei Projekte würden vor dem Abschluss stehen. Greiner will damit seine weltweite Marktpräsenz ausweiten und neue Wachstumspotenziale heben können. Weitere Informationen: www.greiner.com |
Greiner Holding AG, Kremsmünster, Österreich
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