| 25.09.2013, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nachdem die EU-Kommission das Grünbuch "Kunststoffabfälle" (siehe plasticker-Meldung vom 17.07.2013) veröffentlicht hat, befasst sich nun das Europäische Parlament mit dieser Thematik. Als zuständiger Berichterstatter des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebenssicherheit hat Vittorio Prodi dazu den Entwurf einer Entschließung verfasst, die das Europäische Parlament verabschieden soll. Nach Ansicht des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling offenbart der Bericht Prodis jedoch "eklatante Schwächen", die dringend korrigiert werden müssten. Die Forderung des italienischen Parlamentariers, Kunststofferzeugnisse, die nicht biologisch abbaubar oder kompostierbar sind, bis 2020 schrittweise vom Markt zu nehmen oder zu verbieten, würde nichts anderes bedeuten, als dass 99 Prozent der Kunststoffproduktion, die in der EU 27 im Jahre 2011 immerhin etwa 58 Mio. Tonnen betrug, eingestellt werden müsste. Damit würde nicht nur die Kunststoffindustrie an den Abgrund geführt, sondern auch vielen anderen Industriebereichen direkt oder indirekt die Existenzgrundlage genommen. Wenn diese Forderung sich durchsetzen würde, fielen diesem Verbot in den nächsten Jahren alleine in Deutschland hunderttausende Arbeitsplätze zum Opfer. Dass der zuständige Berichterstatter des Europäischen Parlaments diese Ansicht vertritt, mache diesen an sich schon "vollkommen absurden" Vorgang jedoch gleichzeitig "brandgefährlich", erklärte bvse-Kunststoffexperte Dr. Thomas Probst. Der bvse kündigte an, mit Matthias Groote, dem Vorsitzenden des EU-Umweltausschusses, im Rahmen der bvse-Jahrestagung am 27. September 2013 in Berlin das Gespräch in dieser Sache zu suchen. Gleichzeitig werde sich die Mitgliederversammlung des bvse-Fachverbandes Kunststoffrecycling in Berlin mit dem Bericht befassen und eine ausführliche Stellungnahme beraten, so Probst. Weitere Informationen: www.bvse.de |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn
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