| 27.02.2014, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() ![]() Im April 2013 im FVK-Technikum des IKV neu installierte Anlage zur Verarbeitung von TP-FVK - (Bild: IKV). Neben der Großserienfertigung gewinnen aber auch flexible, ressourceneffiziente Verarbeitungsverfahren zur Fertigung kleiner bis mittlerer oder variantenreicher Serien an Bedeutung. Zukünftig sind es wohl nicht nur Bauteile für die Automobil- und Luftfahrtindustrie, die aus TP-FVK wirtschaftlich gefertigt werden. Auch wachsende Märkte wie der Sport- und Freizeitbereich oder individuell angepasste Orthopädieanwendungen können mit Bauteilen aus dieser Werkstoffkombination bedient werden. Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) blickt auf eine langjährige Forschungstätigkeit und auf fortwährende Prozessentwicklungen auf diesem Gebiet. Erst kürzlich wurde zusammen mit der Frimo Group GmbH, Lotte, eine serientaugliche Prototypenanlage zur flexiblen TP-FVK-Verarbeitung entwickelt und im FVK-Technikum des IKV aufgebaut. Diese Anlage besteht aus zwei getrennten Stationen, einer Heiz- und Konsolidierungsstation, die mit einem Shuttlesystem verbunden sind. So können mit dieser Anlagentechnik neben dem klassischen Stempelumformen auch verschiedene Diaphragma-Umformprozesse sowie die variotherme Direktverarbeitung von TP-FVK abgebildet und erforscht werden. Die neue Anlage erlaubt es, Halbzeuge mit einer Größe von 500 x 750 mm zu verarbeiten und Bauteile mit einer Tiefe von bis zu 300 mm herzustellen. Eines der Herstellungsverfahren ist die Inline-Imprägniertechnik für das Doppel-Diaphragma-Umformverfahren. Dabei werden aus kostengünstigen Ausgangsmaterialien wie Thermoplastfolien und textilen Verstärkungshalbzeugen mittels Filmstacking maßgeschneiderte Organobleche aufgebaut, in einem Prozess imprägniert und direkt zu dreidimensionalen Bauteilen umgeformt. Diese innovative Prozesskette erlaubt es erstmals, nahezu beliebige Faser-Matrixkombinationen zu verarbeiten und einen lastgerechten Laminataufbau zu erzeugen. Die Technologie reduziert gleichzeitig den Verschnitt an teuren, bereits veredelten Halbzeugen wie Organoblechen oder Tapes. Zur Umformung werden kostengünstige, einseitige Werkzeuge eingesetzt, Druckluft bewirkt hier die Umformung. Dies erhöht die Flexibilität des Prozesses deutlich, da unterschiedliche Bauteildicken und Laminataufbauten ohne Modifikation des Werkzeugs hergestellt werden können. Eine weitere Prozesskette, die das IKV entwickelt hat, ist die direkte Verarbeitung 3Dfasergespritzter Preforms mit variothermen Werkzeugen. Das 3D-Faserspritzen überzeugt hierbei durch die nahezu verschnittfreie Herstellung dreidimensionaler Preforms mit lokal an den Lastpfad angepasster Faserorientierung. Für die anschließende Imprägnierung und Konsolidierung der Preforms ermöglicht es die innovative, variotherme Werkzeugtechnik, dank einer oberflächennahen Temperierung der Werkzeugeinsätze, Heiz- beziehungsweise Kühlraten von bis zu 10 K/s zu realisieren und somit Zykluszeiten von unter drei Minuten zu erreichen. Beim 27. Internationalen Kolloquium Kunststofftechnik wird die neue Anlagentechnik unter dem Programmpunkt IKV 360° im laufenden Betrieb vorgeführt. Weitere Informationen: www.ikv-kolloquium.de, www.ikv-aachen.de 27. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik, 19.-20.03.2014, Aachen |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
» insgesamt 316 News über "IKV" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Feddersen Group: Gebündelte Recyclingkompetenz
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
Uhde Inventa-Fischer: Neue PET-Anlage für türkischen Verpackungshersteller Köksan
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|