| 11.08.2015, 11:33 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Leicht, vielseitig und beliebig formbar: Der Siegeszug der Kunststoffe ist ungebrochen; sie verdrängen nach wie vor traditionellere Materialien wie Aluminium, Weißblech oder Glas. Eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Ceresana untersucht den gesamten europäischen Markt für Kunststoffe. Der umfangreiche Report will erstmals einen detaillierten Überblick zu allen kommerziell bedeutenden Kunststoffen geben: von Standardprodukten wie Polyethylen, Polypropylen oder PVC über technische Hochleistungskunststoffe wie ABS oder Fluorpolymere bis zu Biokunststoffen. Ein Milliardenmarkt "Insgesamt erreichte im Jahr 2014 der europäische Kunststoff-Markt ein Volumen von über 53 Millionen Tonnen", berichtet Oliver Kutsch, der Geschäftsführer von Ceresana. "Bis zum Jahr 2022 erwarten wir ein weiteres durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,9% pro Jahr, so dass dann ein Volumen von voraussichtlich rund 104 Milliarden Euro erreicht wird." In diesen Zahlen sind Kunstfasern, Farben, Klebstoffe oder Kunstharze nicht enthalten. Mit einem Marktanteil von fast 24% ist Deutschland demnach in Europa das größte Hersteller-Land für Kunststoffe. Es folgen Belgien, Frankreich, Russland, Niederlande und Spanien. Die wichtigsten Einsatzgebiete für Kunststoffe waren im Jahr 2014 flexible Verpackungen, starre Verpackungen und Bauprodukte. Auf diese drei Bereiche entfällt in Europa derzeit rund 70% der gesamten Kunststoff-Nachfrage. Das größte Wachstum, mehr als 2% pro Jahr, verzeichnen dagegen andere Absatzmärkte: Fahrzeugbau und der Bereich Elektro und Elektronik. Vor allem Verpackungen und Bau-Produkte Flexible Verpackungen wie Verpackungsfolien, Beutel und Säcke sowie Schrumpf- und Dehnfolien werden zum Großteil für Lebensmittel gebraucht, aber auch als Sekundär- und Tertiärverpackungen, z.B. für den Transport. Dieses Anwendungsgebiet dominieren die beiden Polyethylen-Typen LDPE und LLDPE mit einem Anteil von fast 53%, danach folgen Polypropylen und Polyethylen-HDPE. Starre Verpackungen wie Becher, Schalen, Flaschen, Schachteln und Deckel werden zunehmend ganz aus Kunststoff gefertigt. In Europa wird dafür vor allem die Kunststoff-Sorte PET gebraucht, gefolgt von Polypropylen und Polyethylen-HDPE. Da die Gewichtsreduzierung mittlerweile an Grenzen stößt, werden für Getränke vermehrt Kunststoff-Beutel als Alternative zu starren Verpackungen eingesetzt. Zum Absatzmarkt Bau gehören alle Kunststoff-Produkte für den Hoch- und Tiefbau, zum Beispiel Folien, Kabel, Rohre, Profile und Abdeckungen, Platten und Rohre, Dübel, Schrauben, Verglasungen, Befestigungselemente, Beschichtungen und Membranen. In diesem Bereich war PVC im Jahr 2014 der Kunststoff-Typ mit dem größten Verbrauch: Der Bausektor nahm mehr als 5,5 Millionen Tonnen PVC ab. Danach folgten Polyethylen-HDPE, Polystyrol und EPS. Die 750 Seiten starke Studie in Kürze:
Weitere Informationen: www.ceresana.com/de/marktstudien/kunststoffe/kunststoffe-europa/ |
Ceresana Research, Konstanz
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