| 09.06.2016, 11:43 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Dr. Frank Giesel, Geschäftsführer PAV Plastic-Aufbereitungs- und Verarbeitungs-GmbH - (Bild: bvse). Die Auszeichnung für innovatives Recycling im Bereich Kunststoff nahm PAV-Geschäftsführer Dr. Frank Giesel von Laudator Stephan Seibel (Hahn Kunststoffe) entgegen. Seit dem Tod des PAV-Firmengründers und Entwicklers der "RPT"-Kunststoffrecyclatbahnschwelle, Hans-Joachim Brauer, führt Dr. Giesel das Unternehmen. Aus der Vision Brauers im Jahr 1995 eine Eisenbahnschwelle aus Recyclingkunststoff herzustellen, ist nach langen und wissenschaftlich unterstützten Entwicklungsphasen mit "RPT" ein Produkt entstanden, das als weltweit erste Kunststoffrecylatbahnschwelle im Jahr 2011 die Zulassung des Eisenbahnbundesamtes für den Einsatz im Geschwindigkeitsbereich bis 170 km/h und einer Achslast von 23 Tonnen erhielt. Bei der Auswahl der Preisträger aus dem breitgefächerten Bewerberpool habe die "Grüne Engel-Jury" mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien vor allem der ökologisch nachhaltige und umweltfreundliche Aspekt des innovativen Recyclingproduktes der PAV GmbH überzeugt. Eine von der SKZ-KFE gGmbH durchgeführte vergleichende Öko-Bilanz verweist auf den ökologischen Vorsprung der RPT-Schwellen gegenüber teerölgetränkten Holzschwellen, Beton- und Stahlschwellen sowie langglasfaserverstärkten PUR-Schwellen. Nach den Ergebnissen der Ökobilanz sollen bei der "RPT"-Schwelle durch eine werkstoffliche Verwertung die Umweltwirkungen in fast allen Wirkungskategorien um bis zu 50 Prozent erreicht werden. Vor allem durch substituierte Brennstoffe sinke der Primärenergieverbrauch um bis zu 75 Prozent. In den übrigen Wirkungskategorien würden die Umweltwirkungen um bis zu 60 Prozent reduziert. Die Schwellen selbst sind zu 100 Prozent recycelbar und haben erwartete Lebensdauern von über 50 Jahren. Die Recyclatbahnschwellen sollen sukzessive jährlich bis zu 100.000 teerölgetränkte Holzschwellen im Netz der DB Netz AG ersetzen, die nach dem Willen der EU-Kommission auf absehbare Zeit nicht mehr eingebaut werden. Darüber hinaus verfügt die "RPT"-Schwelle über hervorragende Dämpfungseigenschaften, die zur Bahnlärmbekämpfung beitragen sollen. Als Referenzobjekt wird das Gleis 4 des S-Bahnhofes Berlin-Charlottenburg genannt, wo bereits einige hundert Schwellen verbaut sind. Bereits zum 2. Mal hatten die Grünen Engel - Aufbereitungszentrum Nürnberg gemeinsam mit dem bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. zum Wettbewerb um den Mittelstandspreis für das Recycling aufgerufen. Der erstmals zur IFAT 2014 ins Leben gerufene Award zeichnet Unternehmen und Personen der Branche aus, die sich mit großem politischem und unternehmerischem Engagement, innovativen Ideen, Mut zu Investitionen auch in wirtschaftlich schwierigem Umfeld sowie Durchhaltevermögen in besonderer Weise um die Kreislaufwirtschaft verdient gemacht haben. Neben der Kategorie "Innovative Recyclinglösungen" wurden zwei weitere Preise in den Kategorien "Lebenswerk" und "Nachhaltige Recyclinglösungen" vergeben. Weitere Informationen: www.bvse.de, www.pav-recyclate.de |
PAV Papieraufbereitungs- u. Verarbeitungsgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG, Berlin
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