| 29.06.2017, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Insbesondere bei der Erzeugung technischer Kunststoffteile, bei der längere Werkzeug-Kühlzeiten auftreten, können Spritzgieß-Automatisierungssysteme die zusätzliche Zykluszeit nach der Teileentnahme für nachgeschaltete Automatisierungsaufgaben nutzen. Um den Anwendern für die hier möglicherweise anfallenden zusätzlichen Aufgaben die größtmögliche Flexibilität zu bieten, hat Wittmann die Servo-Rotationsachsen der Roboter-Baureihe W821 bis W831 komplett überarbeitet. In der Standardkonfiguration bestehen beispielsweise die Modelle W821 und W831 aus drei linearen Servoachsen und einer pneumatischen Schwenkachse, wobei die Vertikalachse über einen Hub von 1.400 mm verfügt. Diese Konfiguration ermöglicht ein Traggewicht von 12 kg. Sollte nun zusätzlich eine C-Servo-Schwenkachse nötig sein - etwa zur Orientierung des Entnahmegreifers in einem beliebigen Schwenkwinkel hin zum Teil –, bleibt die maximale Tragkraft den Angaben zufolge praktisch unverändert. Erst durch Hinzufügen einer B-Servo-Rotationsachse, welche den Greifer um die Vertikalachse rotieren lässt, verringere sich die Tragkraft geringfügig auf 10 kg. Durch verschiedene Achsen-Kombinationen, entweder B-C-Servo oder B-Servo/C-pneumatisch, könne bei abgeschwenktem Entnahmegreifer auch eine beliebige horizontale Orientierung der Teile erreicht werden, gegebenenfalls kombiniert mit zusätzlichen Palettiervorgängen. Eine weitere zusätzliche Funktionalität entsteht beim Einsatz einer B-Servo-Achse durch die Möglichkeit, die Entnahmeseite für die Spritzgießteile festzulegen, die nun sowohl aus der beweglichen, als auch aus der fixen Werkzeughälfte entnommen werden können. Ein besonderes und einzigartiges Merkmal seiner Roboter sieht Wittmann im unveränderten Bewegungsprofil der Achsen (Beschleunigung/Verzögerung) und der somit gleichbleibenden Zykluszeit, unabhängig von der Ausstattung der Roboter. Während bei den Geräten anderer Hersteller die maximal zu erreichenden Bewegungsprofile an die Zusatzausstattung angepasst werden müssten, und somit die erreichbaren Beschleunigungen und Verzögerungen verringert würden, sei dies bei Wittmann Robotern nicht der Fall. Die erzielbare Zykluszeit bleibe also innerhalb einer gesamten Roboter-Baureihe konstant und ermögliche dem Anwender somit eine gesicherte Kalkulation der Stückkosten je Spritzgießteil. Abgesehen von der Möglichkeit, sie mit Servo-Rotationsachsen auszustatten, können die Roboter der Baureihe W821 bis W831 einen Entformhub bis 800 mm realisieren, und die Horizontalachse ist bis zu einer Länge von 6.000 mm verfügbar. Weitere Optionen wie Zusatz-I/O, zusätzliche Vakuum- und Greiferkreise, mehrere parallele Bandtakte, RFID-Greiferkennung, usw., stehen optional zur Verfügung und können auch nachgerüstet werden. „Den kontinuierlichen Rückmeldungen unserer Kunden und Vertriebspartner ist es zu verdanken, dass Wittmann schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt mit der Entwicklung von Servo-Drehachsen begonnen hat. Anders wären die damit aktuell erzielbaren Effizienzsteigerungen auch nicht zu realisieren“, so Martin Stammhammer, Internationaler Verkaufsleiter Roboter und Automatisierungssysteme der Wittmann Gruppe. „Es freut uns ganz besonders, dass wir nun einerseits eines der kompaktesten Drehmodule auf dem Markt anbieten können, und andererseits auch die verfügbare Traglast erhöhen konnten. Alles zusammen ermöglicht unseren Kunden die höchste Flexibilität bei der Automatisierung ihrer Produktionsanlagen.“ Weitere Informationen: www.wittmann-group.com |
Wittmann Robot Systeme GmbH, Nürnberg
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