| 28.11.2017, 10:19 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Biobasierte Produkte, insbesondere auch als Verpackungsmaterialien, finden sich immer häufiger in den Verkaufsregalen und damit auch immer häufiger im Abfall. Das stellt die Recyclingsysteme vor neue Herausforderungen. Viele Abfall-Entsorger befürchten, dass biobasierte Kunststoffe die etablierten Verwertungswege stören. Hierzu hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein Verbundvorhaben gefördert, das jetzt Empfehlungen für die abfallwirtschaftliche Behandlung von Biokunststoffen vorgelegt hat. Die Anzahl und die Vielfalt von Produkten aus biobasierten Kunststoffen steigen insbesondere im Bereich der Verpackungen seit Jahren kontinuierlich an. Biobasierte Kunststoffe werden in Zukunft voraussichtlich zu einem mengenmäßig relevanten Bestandteil unserer Wirtschaftskreisläufe werden. Auch wenn das Recycling von biobasierten Verpackungen aufgrund fehlender Masse derzeit noch nicht rentabel ist, müssen heute schon die Möglichkeiten für das werkstoffliche Recycling ausgelotet werden, um zukünftigen Verwertungserfordernissen gerecht werden zu können. Aus diesem Anlass hat das BMEL zwischen 2014 und 2017 acht Partner aus Wissenschaft und Industrie gefördert, die sich mit „Nachhaltigen Verwertungsstrategien für Produkte und Abfälle aus biobasierten Kunststoffen“ beschäftigen: Das Hauptziel der Forschungsarbeiten war die Erarbeitung von Strategien für ein werkstoffliches Recycling von industriellen und Post-Consumer-Abfällen aus biobasierten Verpackungen im etablierten Kunststoff-Verwertungssystem. Dabei lag der Fokus auf Verwertungsoptionen für den biobasierten Kunststoff Polymilchsäure (PLA). PLA gehört zu den chemisch neuartigen Biokunststoffen und wird häufig im Verpackungsbereich eingesetzt. Die Entsorgungsbranche äußert allerdings immer wieder Bedenken, dass PLA das etablierte Kunststoffrecycling stören könnte. Die Verbundpartner konnten mit ihren umfassenden Arbeiten zeigen, dass es verschiedene Optionen für ein getrenntes PLA-Recycling gibt. Wichtige Forschungsergebnisse haben die Verbundpartner zu einem Ergebnispapier „PLA-Abfälle im Abfallstrom“ zusammengestellt. Dieses Papier liefert eine gute Grundlage für die Einbindung von PLA-Abfällen in die etablierten Recyclingströme. Damit kommt das Papier genau zum richtigen Zeitpunkt: Zum 1. Januar 2019 wird die Neuregelung des Verpackungsgesetzes in Kraft treten, mit der u.a. eine verstärkte Verwendung von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen angestrebt wird. Vorgestellt wird das Ergebnispapier (siehe Anhang) auf der 12. European Bioplastics-Konferenz, die am 28./29. November in Berlin stattfindet. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.ifbb-hannover.de |
IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe, Hochschule Hannover, Fakultät II-Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik als Vertreter der Verbundpartner, Hannover
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