| 09.01.2019, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mitten in der Diskussion um Verbote von Kunststoffverpackungen und „Plastiksackerl“ meldet die Altstoff Recycling Austria AG Anfang des Jahres einen neuen Rekord in der getrennten Verpackungssammlung. Im Jahr 2018 sammelten die österreichischen Haushalte demnach rund 1.083.000 Tonnen Verpackungen und Altpapier für den Recyclingkreislauf. Damit wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr um 0,6 Prozent übertroffen. Seit Gründung der ARA vor 25 Jahren ist dies die höchste Sammelmenge in Österreich. Mengenmäßig wurde Altpapier mit rund 645.000 Tonnen (- 0,3 Prozent) am meisten gesammelt. Dahinter folgen Altglas mit rund 232.500 Tonnen (+ 2,1 Prozent) sowie Leichtverpackungen – überwiegend Kunststoffverpackungen – mit rund 176.200 Tonnen (+ 2,0 Prozent). Metallverpackungen bilanzieren mit rund 29.400 Tonnen (- 0,9 Prozent). Mehr Rezyklat braucht größeren Markt „Das Jahr 2018 war eines der erfolgreichsten und intensivsten für die ARA. Neben einem sehr erfreulichen Sammelergebnis hat die EU mit dem Kreislaufwirtschaftspaket und den jüngsten Maßnahmen zu Einwegkunststoffprodukten wesentliche ökologische Herausforderungen adressiert. Österreich ist im Verpackungsrecycling im EU Spitzenfeld, darauf sind wir stolz. Aber wir müssen gerade bei Kunststoff Re-Use und Recycling noch weiter steigern, um die EU Ziele 2025 zu erreichen“, zieht ARA Vorstand Christoph Scharff Bilanz. Er betont auch die Bedeutung von Angebot und Nachfrage: „Sammelrekorde sind das eine, der Einsatz der Sekundärrohstoffe für neue Produkte das andere. Wenn die EU-Mitgliedsstaaten das Recyclingziel von 50 Prozent für Kunststoffverpackungen im Jahr 2025 erreichen, haben wir zehn Millionen Tonnen Rezyklat auf dem Markt. Das ist dreimal so viel wie heute. Wir brauchen daher sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für Recyclingkunststoffe. Das betrifft nicht nur den Bereich der Verpackungen, wo wir schon sehr erfolgreich sind, sondern z.B. auch die Bauwirtschaft, die Mobilitäts- oder Elektrobranche und die öffentliche Beschaffung“, so Scharff mit einem Appell. ARA Circular Design als Antwort Für mehr Recycling braucht es demzufolge nicht „more of the same“, sondern neue Maßnahmen, vor allem: neue und recyclinggerechtere Verpackungen. Hierfür hat die ARA die passende Kompetenz bereits geschaffen. ARA Circular Design widmet sich der Gestaltung von (Kunststoff-)Verpackungen für die Zukunft. Gemeinsam mit Kunden, Wissenschaftlern, Produktentwicklern und Herstellern wird die Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit von Verpackungen optimiert und gleichzeitig der Einsatz von Recyclingmaterial in den Verpackungen signifikant gesteigert. „Neben unserer täglichen Arbeit – dem Sammeln und Verwerten von Verpackungen – setzen wir voll auf Innovation. Mit unserem Anspruch 360-Grad-Kreislaufwirtschaft wollen wir einen wesentlichen Beitrag zur Circular Economy für die heimische Wirtschaft leisten“, beschreibt Scharff die Motivation der ARA im Jubiläumsjahr. Weitere Informationen: www.ara.at |
Altstoff Recycling Austria AG, Wien, Österreich
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