| 06.07.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In der Türkei führen die zahlreichen Vorhaben im Wohnungs- und Wirtschaftsbau und die umfangreichen Projekte zum Ausbau der Ver- und Entsorgungsinfrastruktur sowie des Erdgasnetzes zu einer lebhaften Nachfrage nach Rohren. Die Investitionen in das Erdgasnetz werden voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren fortgesetzt werden, so dass von dieser Seite langfristig starke Nachfrageimpulse zu erwarten sind. Projekte zur Verbesserung der kommunalen Wasserversorgung beziehungsweise -Abwasserbeseitigung schreiten voran. Nachfrage nach Rohren entsteht nicht nur bei neuen Projekten, sondern auch in Verbindung mit Modernisierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Dabei geht es unter anderem um den Ersatz der traditionellen Eisen- und Stahlrohre durch Rohre aus Kunststoff. Erhebliche Nachfrageimpulse für den Einsatz von neuen Rohren ergeben sich darüber hinaus durch die Umrüstung der Wohnungsheizungen und der Warmwassersysteme von Kohle- und Öl- auf Erdgasbetrieb. Besonders kräftig wächst die Nachfrage nach Kunststoffrohren. Das Absatzvolumen wird auf rund 1,5 Mrd. US$ pro Jahr geschätzt. Vor allem in der Marmara- und ägäischen Region sowie im Schwarzmeer- und Mittelmeergebiet mit feuchtem Klima werden wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit zunehmend Kunststoffrohre bevorzugt. Die lokale Produktionskapazität beträgt in dieser Sparte laut Planungsamt DPT (Devlet Planlama Teskilati; http://www.dpt.gov.tr) jährlich 370.000 t. Etwa 90% der einheimischen Produktion von Kunststoffrohren ist für den Inlandsmarkt bestimmt. Der Rest geht als Export vor allem in den Irak und nach Russland. Auch für Trinkwasserleitungen und Rohrleitungen für die landwirtschaftliche Bewässerung werden zunehmend Kunststoffrohre eingesetzt. Eine hohe Nachfrage besteht weiterhin nach durch Glasfasern verstärkten Kunststoffrohren (CTP) und Rohren aus Polyethylen (HDTP 100). Der CTP-Markt erscheint aus der Sicht des Fachverbandes CTP-SANDER (Glassfiber Reinforced Plastics Manufacturers Association; http://www.ctpsander.org.tr) besonders wachstumsträchtig, da der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in der Türkei erst 850 g beträgt. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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