| 29.04.2022, 12:53 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der europäische Verband der Kunststofferzeuger Plastics Europe hat nun die zweite Auflage des Reports „Circular Economy for Plastics – A European Overview“ veröffentlicht. Darin enthalten ist ein detaillierter Bericht zu den Kunststoffströmen in Europa, konkret zu Erzeugung, Verarbeitung, Verbrauch, Abfallbewirtschaftung und Wiederverwertung sowie dem Einsatz von recycelten Kunststoffen in Europa im Jahr 2020. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für den weiteren Dialog mit wichtigen Partnern und Beteiligten. Zugleich gelten sie als wertvolle Datenbasis für das Vorantreiben einer zirkulären, klimaneutralen Kunststoffindustrie. Trotz positiver Entwicklungen weist der Bericht auf die Notwendigkeit hin, den Fortschritt zum Erreichen einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Nach der jüngsten Veröffentlichung des Berichts “ReShaping Plastics” von Systemiq und den von Plastics Europe angekündigten Maßnahmen zur Beschleunigung des Übergangs des europäischen Kunststoffsystems in eine zirkuläre und CO2-neutrale Zukunft bietet dieser neue Report den Status quo in Europa in Bezug auf den Lebenszyklus von Kunststoffen und die aktuelle Situation beim Recyclingniveau und Rezyklatanteil. Die Ergebnisse im Detail In Anbetracht der außergewöhnlichen Bedingungen im Jahr 2020, Stichwort Corona, stieg die Erzeugung von Post-Consumer-Recycling-Kunststoffen um zwölf Prozent im Vergleich zu 2018. Ihre Verwendung in neuen Produkten nahm um 15 Prozent zu und erreichte einen Wert von 4,6 Millionen Tonnen – und setzte damit den Trend zu mehr Kreislaufführung bei Kunststoffen. Der Report stellt heraus, dass die Menge an Kunststoffabfällen, die Recycling-Einrichtungen zugeführt wurden, um bis zu acht Prozent im Vergleich zu 2018 stieg und eine Recyclingrate von 35 Prozent erreicht wurde. Dennoch landeten europaweit immer noch 65 Prozent der Kunststoffabfälle auf Deponien oder wurden für die Energierückgewinnung genutzt. Dem Bericht zufolge liegt bei den Kunststoffverpackungen die Recyclingquote für Europa bei 46 Prozent (nach der früheren Berechnungsmethode der Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle), verglichen mit 42 Prozent im Jahr 2018. Gleichsam ermutigend sind die Zahlen für den Rezyklatanteil: Hier ist die Menge an recycelten Kunststoffen, die in Kunststoffverpackungen eingesetzt werden, zwischen 2018 bis 2020 um 43 Prozent gestiegen. Die Daten aus dem Jahr 2020 weisen in eine positive Richtung. Zugleich zeigt der Bericht, dass künftige Fortschritte noch schneller erzielt werden müssen, um die mittel- und langfristigen Ziele zur Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Die Kunststoffindustrie unterstützt einen schnellen Systemwandel, etwa durch hohe Investitionen in neue Technologien. So planen die europäischen Kunststofferzeuger bis zum Jahr 2030 rund 7,2 Milliarden Euro in die Förderung des Chemischen Recyclings als Komplementäroption zum mechanischen Recycling zu stecken. Zusätzlich wird im Bericht die Datenlücke zwischen den Zahlen zum Kunststoffverbrauch und zur Abfallsammlung hervorgehoben. Sie erklärt sich unter anderem durch die noch im Gebrauch befindlichen, langlebigen Kunststoffprodukte. Plastics Europe und seine Mitglieder arbeiten eng mit der Wertschöpfungskette zusammen, um weitere Gründe zu untersuchen und Abfallströme noch zielgenauer zu analysieren. Abschließend bestätigt der Bericht die Ergebnisse des „ReShaping Plastics“-Reports, dass zur schnelleren Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft die enge Zusammenarbeit mit den Partnern der Wertschöpfungskette und ein neuer politischer Rahmen, der einen stärkeren Anreiz für Investitionen und Innovationen setzt, essenziell sind. Dateianhang zur Meldung: Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
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