| 16.09.2022, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Industrie steht zunehmend vor der herausfordernden Aufgabe, mechanisch belastbare Kunststoffbauteile herzustellen, die dauerhaft Temperaturen über 200 Grad Celsius widerstehen können. Wacker hat dafür eine neuartige Materiallösung entwickelt, die auf der K 2022 erstmals vorgestellt wird. Mit Hilfe der Siliconharz-Bindemittel „Silres“ LR 700 bzw. „Powersil“ Resin 700 und des darauf basierenden Silicon-Formstoffes „Powersil“ Resin 710 lassen sich Formteile pressformen, druckgelieren oder sogar spritzgießen. Das Produkt eignet sich damit für Formteile der Wärmeklasse R, welche Temperaturen von bis zu 220°C dauerhaft standhalten müssen.Die neuen, nicht kennzeichnungspflichtigen Siliconharz-Bindemittel sind den weiteren Anbieterangaben zufolge eine vorteilhafte Alternative zu hochtemperaturfesten Polymeren wie PTFE (Polytetrafluorethylen) und PEEK (Polyetheretherketon). Bauteile, die mittels der neuen Produkte hergestellt werden, zeichnen sich demnach durch gute mechanische Belastbarkeit sowie UV-Stabilität aus. Dabei sollen sich die Siliconmaterialien ähnlich leicht verarbeiten lassen wie beispielsweise Polyurethan- oder Epoxidharze, die in der Produktion thermisch geringer beanspruchter Bauteile weit verbreitet sind. Die lösemittelfreien Phenyl-Methyl-Siliconharzbindemittel „Silres“ LR 700 und „Powersil“ Resin 700 sind niedrigviskose, klare Flüssigkeiten. Um aus den Bindemitteln Formteile mit guten mechanischen Eigenschaften herstellen zu können, braucht es geeignete Füllstoffkombinationen. Wacker hat deshalb auch eine erste entsprechend optimierte Formulierung entwickelt: „Powersil“ Resin 710. Das Unternehmen bietet somit dem Markt zwei Alternativen zur Herstellung hochtemperaturstabiler Formteile an: für Kunden, die mit eigenen Füllstoffen bzw. Füllstoffmischungen arbeiten wollen, die flüssigen Bindemittel „Silres“ LR 700 bzw. „Powersil“ Resin 700; und für Anwender, die auf gebrauchsfertige Lösungen zurückgreifen möchten, „Powersil“ Resin 710, das aus dem Siliconharzbindemittel besteht und mit einer Mischung aus pulver- und faserförmigen Füllstoffen gefüllt ist. Wacker bietet mit seiner Innovation eine Antwort auf den steigenden Bedarf der Industrie an hochtemperaturfesten Polymeren. Weil technische Systeme ständig leistungsfähiger und zugleich aber auch kleiner werden, setzen sie pro Flächeneinheit mehr Wärme frei. Ein Beispiel dafür liefern Elektromotoren in E-Autos. Verlustleistungen von fünf Watt pro Kubikzentimeter sind hier nicht ungewöhnlich. Elektrisch isolierende, polymere Bauteile, die sich in der Nähe solcher Wärmequellen befinden, sollen mehrere Jahre ihre Funktion einwandfrei erfüllen und müssen bei den auftretenden hohen Temperaturen ihre Eigenschaften beibehalten. K 2022, 19.-26. Oktober 2022, Düsseldorf, Halle 6, Stand A10 Weitere Informationen: www.wacker.com |
Wacker Chemie AG, München
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