| 12.12.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der französische Chemiekonzern Arkema hat die Übernahme des südkoreanischen Kunststoffunternehmens PI Advanced Materials (PIAM) abgeschlossen. Darüber informierte der Konzern zum Monatsbeginn in einer Pressemitteilung. Arkema hatte Ende Juni den Erwerb von 54% der PIAM-Anteile aus dem Portfolio der südkoreanischen Investmentgesellschaft Glenwood Private Equity vereinbart (siehe plasticker vom 04.07.2023). Die übrigen Anteile des Unternehmens werden weiterhin an der Börse KRX in Busan gehandelt. Der aktuellen Aussendung zufolge lag dem Deal eine Gesamtbewertung von PIAM mit 728 Mio. EUR zu Grunde. PI Advanced Materials gilt als der weltweit führende Hersteller von Polyimid-Folien und anderen Materialien auf der Basis von Polyimiden (PI), der Marktanteil in Südkorea liegt bei über 30%. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Seoul und verfügt über Produktionswerke an den südkoreanischen Standorten Jincheon und Gumi. Insgesamt beschäftigt PIAM rund 320 Mitarbeiter und setzte im Geschäftsjahr 2022 etwa 276 Mrd. KRW (194 Mio. EUR) um. Das Unternehmen wurde als Joint Venture der südkoreanischen Konzerne SK Chemicals und Kolon gegründet und im Frühjahr 2020 mehrheitlich von Glenwood Private Equity übernommen. Arkema erweitert mit der Übernahme ihr Portfolio an Hochleistungswerkstoffen für wachstumsstarke Endmärkte wie Elektromobilität und Elektronik. In den kommenden Jahren rechnen die Franzosen mit einem Anstieg der Umsätze von PIAM um jährlich etwa 13%. Dabei wird die neue Konzerntochter u.a. von einem laufenden Investitionsprogramm im Volumen von rund 100 Mio. EUR profitieren. Laut Medienberichten gehen bis Ende 2024 in Jincheon und Gumi neue Fertigungsanlagen in Betrieb, sodass sich die Gesamtkapazitäten des Unternehmens für PI-Folien von derzeit 5.250 auf 7.500 Tonnen im Jahr und für weitere PI-Materialien von 600 auf 3.600 Tonnen im Jahr erhöhen werden. Die in Colombes bei Paris ansässige Arkema beschäftigt weltweit rund 20.000 Mitarbeiter. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2023 setzte der börsennotierte Konzern insgesamt 7,29 Mrd. EUR um und erwirtschaftete dabei ein EBITDA von 1,17 Mrd. EUR sowie einen Nettogewinn in Höhe von 546 Mio. EUR. Weitere Informationen: www.arkema.com, www.pimaterials.com |
Arkema, Colombes, Frankreich
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