| 11.09.2024, 08:27 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der europäische Tubenmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 eine leichte Wachstumsdelle. Laut European Tube Manufacturers Association (etma) verzeichnete der europäische Tubenmarkt im ersten Halbjahr 2024 einen Rückgang der Ablieferungen um ein Prozent. Insgesamt belief sich das Volumen auf rund sechs Milliarden Einheiten. Die Entwicklung der drei Tubenarten verlief unterschiedlich. Die Nachfrage nach Aluminium- und Kunststofftuben ging um rund zwei Prozent zurück, während die Ablieferungen von Laminattuben um knapp zwei Prozent zulegten. In den einzelnen Absatzmärkten konnten die Ablieferungen in den Sektoren Zahnpflege, Haushalt und Lebensmittel zulegen. Demgegenüber war die Nachfrage aus den mengenmäßig stärkeren Bereichen Pharmazie und Kosmetik rückläufig. „Insgesamt haben sich die Tubenhersteller schnell auf den leichten Nachfragerückgang im ersten Halbjahr 2024 eingestellt und sind mit dem stetigen durchschnittlichen Wachstum auf Dreijahresbasis zufrieden. Wir sind also zu einem gewissen Maß an Normalität zurückgekehrt“, betont etma-Präsident Zoran Joksic. Stabilisierung der Lieferketten bei anhaltenden Engpässen bei Recyclingmaterialien Im Vergleich zur Corona-Krise haben sich die Lieferketten in der Branche mittlerweile wieder stabilisiert, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Engpässe bei Recyclingmaterialien. Die Verfügbarkeit von Vormaterialien hat sich deutlich verbessert. Dennoch besteht angesichts einer knappen Angebotssituation nach wie vor ein starker Wettbewerb um qualitativ hochwertige Recyclingmaterialien, um die Kundenwünsche nach mehr Rezyklatgehalt in Verpackungen realisieren zu können. „Insbesondere bei Kunststoffverpackungen brauchen wir europaweit einen weiteren Ausbau der Anlagen für mechanisches Recycling, eine Entstigmatisierung des chemischen Recyclings für komplexe Verbunde und berechenbare politische Vorgaben, damit die notwendigen Investitionen in Recyclingkapazitäten und das Schließen der Angebotslücke realisiert werden können“, weiß Joksic. Bessere Perspektiven für das Jahr 2025 Die Situation auf den Rohstoff- und Energiemärkten hat sich weiter entspannt, während die Lage bei den Arbeitskosten und der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte nach wie vor angespannt bleibt. Obgleich die Inflation rückläufig ist, zeigt die Kauflaune der Konsumenten trotz einer wieder steigenden Kaufkraft nach wie vor eine gewisse Verunsicherung. „Die zahlreichen Krisen weltweit veranlassen die europäischen Verbraucher zur Vorsicht, auch wenn sich die Verpackungsindustrie in der Vergangenheit in Krisenzeiten immer als sehr widerstandsfähig erwiesen hat. Die aktuelle Situation hat keinen Einfluss auf die Strategie der Tubenhersteller, die für das Jahr 2025 neues Wachstum erwarten“, fasst Joksic zusammen. Weitere Informationen: www.etma-online.org |
etma - The European Tube Manufacturers Association, Düsseldorf
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