| 29.08.2025, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Marcel Willberg (l.), Lindner Washtech, und Clemens Kitzberger, Erema Group, bei der Inbetriebnahme einer gemeinsam realisierten Recyclinganlage mit Lindner-Waschanlage, Erema-Extruder und Refresher für Post-Consumer-Kunststoffe - (Bild: Lindner Recyclingtech). Die Partner haben ihre Kompetenzen gebündelt und so die Basis für eine neuartige und durchgängige Prozessoptimierung geschaffen. Nach ersten erfolgreichen „Quick Wins“, die im Vorjahr auf der „Ifat“ und der „PRS Europe“ vorgestellt wurden, wollen die Kooperationspartner auf der K 2025 Neuentwicklungen präsentieren, die das Kunststoffrecycling prozesstechnisch, allem voran in Punkto Energieeffizienz, Durchsatzleistung, Anlagenauslegung und Recyclingqualität neu definieren sollen. Prozessübergreifende Anlagenauslegung für definierte Durchsatzleistung Wie es in einer Presseinformation im Vorfeld der K 2025 weiter heißt, spielt die Kapazität einzelner Komponenten bei der Auslegung von Recyclinganlagen eine untergeordnete Rolle. Der Fokus liegt demnach vielmehr auf dem präzisen Zusammenspiel der gesamten Prozesskette – von der Zerkleinerung und Sortierung über Waschen und Trocknen bis hin zur Extrusion und Nachbehandlung. Wer zuverlässig die gewünschte Rezyklatmenge in der geforderten Qualität produzieren will, müss die gesamte Prozesskette im Blick behalten. Dabei sei insbesondere zu berücksichtigen, wie sich Materialverluste und Ausschleusungen während des Recyclingprozesses auf den Enddurchsatz auswirken. Ein gemeinsam von Lindner Washtech und Erema entwickeltes Modell, soll eine exakte, durchsatzgenaue Planung und materialspezifische Anpassung der Gesamtanlage an die geforderte Produktionsmenge ermöglichen – vom Rohmaterial bis zum finalen Rezyklat. Energieeffizienz dank intelligenter Steuerung Die effiziente Nutzung bereits aufgewendeter Energie gilt als eine von vielen Herausforderung im Recyclingprozess – und betrifft insbesondere den Übergang zwischen Trocknung und Extrusion. Genau hier setzt eine gemeinsame Regelung zwischen Bunkersilo und Extruder an. Durch eine dynamische System-Synchronisierung soll sich die Verweilzeit des getrockneten Materials sowie die Beschickung des Extruders gezielt steuern lassen. Der automatisierte Signalaustausch soll beispielsweise ermöglichen, dass die Flakes bestmöglich temperiert und optimal dosiert in die PCU gelangen, wodurch sich unter anderem der Energiebedarf für die Aufheizung deutlich senken lassen soll. Nahtlose und automatisierte Materialflussregelung Geringe Standzeiten gelten als ein Muss, sobald Produktivität und der ressourcenschonende Einsatz von Energie gefragt sind. Desto wichtiger sei es, dass jede Art von Unterbrechungen im Materialfluss frühzeitig erkannt werde. Die Lösung sei ein gemeinsames Regelkonzept. Komme es etwa auf Grund von geplanten Wartungsarbeiten, Filterwechsel oder einer Störstoffentnahme beim Schredder zu einer Unterbrechung im Recyclingprozess, werde diese vom System automatisch erfasst. Durch intelligente Regelparameter soll der Recyclingprozess so lange stabil aufrechterhalten bleiben, bis die Wartung oder Behebung der Störung abgeschlossen sei. Dadurch sollen Energieverluste, unnötiger Materialausschuss und ungeplante Stillstände effektiv vermieden werden können. Sobald der volle Materialfluss wiederhergestellt sei, skaliere die Linie automatisiert und nahtlos hoch – eine konstante wie hochwertige Granulatproduktion bleibe somit durchgehend gewährleistet. Smart Performance Monitoring Für die Analyse und Steuerung der Gesamtleistung setzen Lindner Washtech und Erema auf ein weiteres gemeinsam entwickeltes Feature: ein prozessorientiertes HMI-Dashboard, das alle kritischen Anlagenparameter in Echtzeit abbildet. Dieses adaptive Interface liefert dem Bedienpersonal Hinweise auf aktuelle Auslastung, potentielle Engpässe und vorhandenes Optimierungspotenzial. Auf Basis dieser Informationen könne gezielt reagiert – und perspektivisch auch automatisiert eingegriffen werden. Die integrierte Transparenz unterstützt damit einen stabilen, datenbasierten Anlagenbetrieb und bildet die Grundlage für zukünftige automatische Eingriffe und zustandsbasierter Wartung (Condition-Based Maintenance, CBM). Die Entwicklung integrierter, datenbasierter und gesamtheitlicher Prozesslösungen steht für wichtige Meilensteine in der strategischen Zusammenarbeit von Lindner Washtech und Erema. Auf der K 2025 rücken die Partner Schlüsselthemen wie prozessübergreifende Anlagenkonzepte, nahtlose Materialstromregelung, smart Monitoring und datenbasierte, intelligente Steuerungssysteme in den Mittelpunkt – für maximale Prozesskontrolle und Prozessoptimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette und für neue Prozess- und Qualitätsstandards im Kunststoffrecycling. K 2025, 08.-15. Oktober 2025, Düsseldorf, Freigelände, Stand CE02 Weitere Informationen: |
Erema - Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H., Ansfelden, Österreich + Lindner-Recyclingtech GmbH, Spittal an der Drau, Österreich
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