| 05.01.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Domo Chemicals GmbH, die Domo Caproleuna GmbH sowie die Domo Engineering Plastics GmbH haben gegen Ende des letzten Jahres Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind damit drei deutsche Tochtergesellschaften der belgischen Domo-Chemicals-Gruppe. Das zuständige Amtsgericht Halle (Saale) bestellte Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Namenspartner der Kanzlei Flöther & Wissing, zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Ziel des Verfahrens ist die Prüfung von Sanierungsoptionen bei gleichzeitiger Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters wird der Geschäftsbetrieb an allen Standorten uneingeschränkt fortgesetzt. Produktion und Kundenbelieferung laufen weiter. Flöther und sein Team haben die rund 585 Beschäftigten über die Situation informiert. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind für einen Zeitraum von drei Monaten über das Insolvenzgeld abgesichert. In den kommenden Wochen will der vorläufige Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Geschäftsführung und in Abstimmung mit den Gläubigern eine detaillierte Analyse der wirtschaftlichen Lage vornehmen. Auf dieser Grundlage sollen mögliche Sanierungswege geprüft werden. Als Optionen gelten unter anderem eine Investorenlösung oder eine Einigung mit den Gläubigern. Welche Maßnahmen letztlich umgesetzt werden, soll sich im weiteren Verlauf des Verfahrens entscheiden. Die deutschen Gesellschaften sind Teil der familiengeführten Domo-Chemicals-Gruppe mit Sitz in Gent, Belgien. Die Unternehmensgruppe ist international in der Herstellung und Vermarktung von Polymeren, technischen Kunststoffen und Hochleistungsfasern tätig. Zu den Abnehmerbranchen zählen unter anderem die Automobilindustrie, Hersteller von Konsum- und Industriegütern sowie die Elektro- und Elektronikindustrie. Als Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen eine seit mehreren Jahren schwache Nachfrage in der europäischen Chemieindustrie. Belastend wirken zudem hohe Energiepreise sowie stark gestiegene Importe von Polyamid aus Nicht-EU-Staaten, insbesondere aus China. Bereits im Jahr 2024 hatte das Management Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Nachdem Gespräche über die weitere Finanzierung zuletzt kurzfristig ohne Ergebnis geblieben waren, sahen sich die drei deutschen Gesellschaften zu Insolvenzanträgen gezwungen. Von den Verfahren betroffen sind ausschließlich die deutschen Unternehmen der Gruppe: die Domo Chemicals GmbH am Standort Leuna mit rund 35 Beschäftigten, die Domo Caproleuna GmbH ebenfalls in Leuna mit rund 480 Beschäftigten sowie die Domo Engineering Plastics GmbH am Standort Premnitz mit etwa 70 Beschäftigten. Weitere Informationen: www.domochemicals.com, www.floether-wissing.de |
Domo Chemicals Deutschland, Leuna/Halle (Saale)
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