| 13.02.2026, 09:16 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit einer Investition im dreistelligen Millionenbereich plant Infinite Loop Europe den Bau einer Anlage für das chemische Recycling von PET-Abfällen im Industriepark Lausitz am BASF-Standort Schwarzheide. Das Projekt positioniert sich im wachsenden europäischen Markt für hochwertige PET-Rezyklate und zielt insbesondere auf Anwendungen mit hohen Qualitätsanforderungen. Fokus auf Monomer-Recycling Die geplante Anlage basiert auf einer patentierten Depolymerisationstechnologie, mit der Post-Consumer-PET sowie Polyesterfasern in ihre Monomere zerlegt werden. Die so gewonnenen Ausgangsstoffe können anschließend wieder zu PET in Neuwarenqualität polymerisiert werden. Im Gegensatz zum mechanischen Recycling soll das Verfahren auch stärker verschmutzte oder komplexe PET-Ströme verarbeiten können. Damit adressiert das Projekt gezielt Materialfraktionen, die bislang nur eingeschränkt werkstofflich nutzbar sind. Marktumfeld: Steigende Nachfrage nach rPET Der europäische PET-Markt steht unter zunehmendem regulatorischem Druck. Vorgaben wie die EU-Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) und die geplante Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) erhöhen die Mindestrezyklatquoten insbesondere im Verpackungssektor deutlich. Parallel steigt die Nachfrage nach lebensmitteltauglichem rPET seitens Markenartiklern und Getränkeherstellern. Bereits heute übersteigt in Teilen Europas die Nachfrage nach hochwertigem rPET das verfügbare Angebot. Chemisches Recycling wird daher branchenweit als ergänzende Technologie diskutiert, um zusätzliche Rohstoffquellen zu erschließen. Ergänzung zum mechanischen Recycling Branchenexperten sehen chemische Verfahren nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum mechanischen Recycling. Während sortenreine PET-Flaschenströme weiterhin primär werkstofflich recycelt werden, könnten chemische Prozesse perspektivisch schwer verwertbare oder gemischte Polyesterströme in geschlossene Kreisläufe zurückführen. Entscheidend für die Marktdurchdringung werden neben der technischen Skalierung vor allem Wirtschaftlichkeit, Energieeinsatz, regulatorische Anerkennung und Massenbilanzierungsmodelle sein. Standortvorteile Schwarzheide Der Industriepark Lausitz bietet als integrierter Chemiestandort infrastrukturelle Vorteile wie Energieversorgung, Stoffstromanbindung und Logistik. Die Einbindung in ein bestehendes chemisches Umfeld kann Skaleneffekte und Synergien entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen. Mit dem Projekt sollen rund 150 Arbeitsplätze entstehen. Die Inbetriebnahme ist nach aktuellen Planungen bis zum Ende des Jahrzehnts vorgesehen. Infinite Loop Europe ist ein Joint Venture von Loop Industries (Kanada) und der Reed – Société Générale Group. Weitere Informationen: www.industriepark-lausitz.com, www.basf.com |
BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH + Infinite Loop Europe, Schwarzheide
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